Mittwoch, 22. Oktober 2008 08:11
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Subject: Dröhnende Überflüge durch AUA-Maschinen über Liesing und die Finanzierung des Fluglärms durch die Betroffenen

Sensitivity: Personal

Categories: Private
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Sehr geehrte Damen und Herren!

Dröhnende Überflüge über dem dichtest besiedelten Liesing durch AUA-Maschinen im Minutentakt - sowohl Montag als auch Dienstag Abend - erhöhen nicht gerade die Sympathie für eine weitere Unterstützung der AUA aus Steuermitteln. So ist es nicht einzusehen, warum sich die Betroffenen den Fluglärm auch noch selbst finanzieren sollen.

Sowohl die Flugroute über Liesing, die 100.000 Menschen in ihrer Gesundheit schädigt, als auch die hohen Verluste der AUA dürften in Zusammenhang mit einer rücksichtlosen Expansionspolitik des "Wachstumsknotens" Flughafen Wien stehen. Die Einreichung der offensichtlich umweltunvertäglichsten Variante für eine 3. Piste - in Richtung der dichtest besiedelten Gebiete Österreichs - fügt sich da nahtlos ein.

Dass die Bevölkerung, die bereits durch Fluglärm, Feinstaub und Gesundheitskosten des Flugverkehrs genug belastet ist, nochmals zur Kasse gebeten werden soll, um die AUA und damit einen nicht benötigten Transitflughafen zu finanzieren, ist vor diesem Hintergrund weder als gerecht noch als volkswirtschaftlich sinnvoll einzustufen. So stehen die Gewinne des Flughafens in keinem Verhältnis zu den Verlusten der AUA und den enormen volkswirtschaftlichen Kosten von mehr als 1 Milliarde Euro (Quelle: VCÖ), die der Flugverkehr in Österreich verursacht. Arbeitsplätze lassen sich auch mit geringerem Kapitaleinsatz und deutlich weniger umweltschädigend fördern als durch die Aufrechterhaltung von nicht kostendeckenden Flugverbindungen.

Auch dass man trotz der 10.000 Unterschriften gegen die 2004 errichtete Abflugroute über Liesing diese noch immer nicht eingestellt hat, zeigt täglich, dass es bei der ganzen Thematik nicht um die Interessen der Bevölkerung gehen dürfte.

Mit freundlichen Grüßen,