Freitag, 02. April 2010 18:39
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Subject: Dichtung und Wahrheit

Unter Flugzeuggedröhne lese ich die Presseaussendung von Herrn Valentin.

Dass Politiker nicht immer die Wahrheit sagen wissen wir. Aber die erstmalige Verlegung einer Abflugstrecke über dicht verbautes Stadtgebiet als Bemühung zur Reduzierung der Lärmbetroffenen zu bezeichnen ist schon etwas dick.

Die Tatsache, dass in den ersten Wochen nach der Verlegung über 10.000 Protestunterschriften gesammelt wurden deutet auch nicht gerade auf lediglich 8.000 Betroffene hin.

Nachdem viele Flughäfen bereits eine Lärmabgabe haben, und somit die Gefahr besteht, dass zu uns nur noch die ältesten Mühlen geschickt werden, wurde viel zu spät, auch bei uns eine solche Abgabe eingeführt. Allerdings ist diese Abgabe noch nicht wirklich zu bezahlen und außerdem  so bemessen, dass sie für die arme AUA keine Mehrbelastung bringt. Wie sinnvoll eine Lenkabgabe ist, die den Hauptlärmverursacher nicht belasten darf, ist wohl klar.

Dass Wien, aufgrund der Lage seines Flughafens und weil völlig rücksichtslos geplant und geflogen wird, ein massives Fluglärmproblem hat wird sich durch Realitätsverweigerung und Schönreden nicht beheben lassen.