Und wieder ist ein Sonntag massiv durch Fluglärm beeinträchtigt. Nach dem Motto "ein guter Tag fängt mit einer aufgeweckten Bevölkerung an", wurde der erste Weckflug über dicht besiedeltes Gebiet gleich einmal um 6:51 veranstaltet. Statt Schneerieseln im Maurer Wald am Nachmittag dann Flugzeuggedröhne und jetzt am Abend, wird es mit Überflügen im Minutentakt mit bis über 80 Dezibel noch einmal so richtig laut - wird doch intelligenterweise den ganzen Tag mit Rückenwind (Südostwind) über Liesing gestartet.
Man könnte zwar auch um dicht besiedelte Gebiete herumfliegen und so um mindestens eine Größenordnung weniger Menschen treffen, aber dann könnte der Wiener Bürgermeister auch nicht mehr für sich reklamieren, dass Wien, welches vom Flughafen aus betrachtet unverschämterweise 23% des Horizonts einnimmt, als Ausgleich dafür auch 23% der Flugbewegungen übernimmt. Mit anderen Worten also im Interesse der Flugverkehrslobby über Wien Stadtgebiet genauso so geflogen werden darf, wie über niederösterreichische Felder.
Damit auch die Niederösterreicher ihr Entgegenkommen ausreichend signalisieren, darf selbstverständlich auch über das dicht besiedelten Mödling gestartet werden.
Die Gesundheitskosten zahlen sich die Betroffenen ohnehin entweder selbst oder der Steuerzahler wird dafür zur Kasse gebeten.
Mit freundlichen Grüßen