Sonntag, 13. März 2011 11:38
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Subject: Beschwerde über den Fluglärm im 23. Bezirk - Weckflüge Sonntag früh entgegen allen Notwendigkeiten über dichtest besiedeltes Gebiet

Sensitivity: Personal

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Lärmmessungen belegen die Weckflüge, die auch heute, Sonntag früh, seit 6:44 von der Austro Control auf der 2004 auf das dicht besiedelte Liesing verlegten Startroute veranstaltet werden, objektiv:


Sucht man nach den Ursachen, warum ausgerechnet Sonntag früh - bei wenig Flugverkehr und besten Wetterbedingungen - im Minutentakt über das dicht besiedelte Liesing gedröhnt wird, so findet man dazu im Pistenbelegungsplan der Austro Control Erstaunliches. So entsprechen die Starts bei Windstille über Liesing den von der Austro Control selbst festgelegten Regeln, während bei starken Südostwind oder bei Nordwestwind nicht über Liesing gestartet wird. Es wird also gerade dann, wenn die Austro Control alle Möglichkeiten hätte, ihrer Verpflichtung nach Einhaltung der in Luftverkehrsregeln festgelegten Berücksichtigung dicht besiedelter Gebiete nachzukommen, planmäßig so geflogen, dass nicht möglichst wenige sondern möglichst viele Menschen vom gesundheitsschädlichen Fluglärm betroffen sind.


Alleine diese Tatsachen sollte Grund genug für die verantwortlichen Politiker sein, die nachgeordnete Dienststelle Austro Control im Sinne demokratischer und volkswirtschaftlicher Grundsatzüberlegungen damit zu beauftragen, die nachweislich genauso unnötigen wie gesundheitsschädlichen Flugrouten über Liesing einstellen zu lassen!


Einreden, die Flugrouten über Liesing wäre auf Grund fairer Verhandlungen zu Stande gekommen, entsprechen nicht den Tatsachen. So wurde die Liesinger Bevölkerung weder während noch nach den Verhandlungen darüber informiert, dass in Abwesenheit eines Vertreters der Interessen ihres Bezirks beschlossen werden sollte bzw. wurde, Flugrouten von weniger dicht besiedelten Gebieten nach Liesing zu verlegen. Die Optik, welche die vom Flughafen finanzierte "Mediation" nicht nur in diesem Punkt bietet, wird auch dadurch nicht besser, dass die verlegten Startrouten vor 2004 über das Wohngebiet des damaligen Flughafenvorstandssprechers und eines nach wie vor amtierenden Austro Control Chefs gingen http://kurier.at/nachrichten/wien/2056665.php.