In der letzten Presseaussendung der BI "Liesing gegen Fluglärm" ging es um Turbo-Props, die trotz angeblichen Nachtflugverbot zwischen 21 und 22 Uhr schnurstracks über den 23. Bezirk starten. Offensichtlich als Reaktion darauf wurden diese als Propellermaschinen verharmlosten Starts eine Woche lang über deutlich weniger dicht besiedeltes Gebiet geschickt. Seit Dienstag Nacht jedoch dröhnt man damit wieder über ganz Liesing und einige niederösterreichische Orte, obwohl damit offensichtlich Destinationen angeflogen werden, für die es gar keine Flugrouten (SIDs) über Liesing gibt.
Die mangelnde Bereitschaft der Aviation Group, auch nur ansatzweise auf die Bevölkerung Rücksicht zu nehmen, lässt das Schlimmste für den Bau einer 3. Piste Richtung Wien befürchten. Die schon aus technischen Gründen wenig glaubhaften Behauptungen, damit könnte Liesing entlastet werden, passen auch so überhaupt nicht in das Handlungsschema einer Lobby, die nach dem Motto agiert, dass ihr alles erlaubt ist, was nicht ausdrücklichst verboten wurde!
Und die trotz mehrfacher Hinweise noch immer falsche Zuordnung dieses Starts zur Nachtflugroute Sollenau erinnert auch nicht zufällig an andere Statistiken des Flughafens, die trotz falscher Grundlagen ungeniert als Argumentationsgrundlage herangezogen werden.