Gesendet:                       Samstag, 12. April 2014 21:22

An:                                  fbm@bmvit.gv.at; Petra.Grabner-Zeleny@bmvit.gv.at; herbert.zulinski@bmvit.gv.at; wolfgang.papesch@bmvit.gv.at

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Betreff:                           Beschwerde über den Fluglärm im 23. Bezirk unter der Windstille-Abflugroute Liesing, an der entgegen allen Regeln zur Lärmminimierung festgehalten wird

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Obwohl seit Jahren bekannt ist, dass Fluglärm besonders in den Tagesrandzeiten stört und obwohl es unstrittig sein dürfte, dass bei Windstille so geflogen werden kann und muss, dass die Lärmbetroffenheit minimiert wird, wird auch heute Abend bei Windstille wieder einmal über das dicht besiedelte Liesing gedröhnt! Auf einer Flugroute die offensichtlich weder den Luftverkehrsregeln noch den ausgewogenen Ansatz der ICAO entspricht, die federführend von Unternehmen beschlossen wurden, deren Managern damit angeblich selbst vom Fluglärm entlastet wurden und die ohne Vorwarnung für die Betroffenen 2004 in Kraft gesetzt wurde.

Begründungen der Wind sei schuld oder man brauche einfach die Kapazität sind weder nachvollziehbar noch zwingend und widersprechen fachkompetenten Aussagen, es handle sich dabei um eine rein politische Entscheidung. Behauptungen weder das Verkehrsministerium noch die Stadt Wien habe irgend eine Verantwortung für diese Abflugroute, passen perfekt in die Liste der Ausreden, die den Betroffenen weder nützen noch ernsthaft geglaubt werden können.

Auch wenn damit die Vergangenheit nicht ungeschehen gemacht wird, so hoffe ich doch, dass sich die Verantwortlichen für die Windstille-Abflugroute Liesing in nicht allzu ferner Zukunft dafür rechtfertigen müssen.  Denn es darf ja wohl nicht sein, dass die Gesundheit von 100.000 Menschen trotz zahlreicher Warnungen und massiver Proteste scheinbar vorsätzlich 10 Jahre lang geschädigt wird und den Steuerzahlern damit  Lasten im 3-stelligen Millionenbereich entstehen, ohne das jemand dafür die Verantwortung übernehmen muss. Darüber können auch Scheindiskussionen und endlos lange Evaluierungen unter Federführung des Wiener Flughafens und der Austro Control nicht hinwegtäuschen, stehen doch beide unter politischer und formaler Kontrolle der Verantwortlichen.

Zur Illustration ein Vergleich der jährlichen Mehrkosten, die einerseits dem Steuerzahler auf der Windstille-Abflugroute Liesing entstehen und andererseits den Umwegkosten für die Airlines auf der bereits bestehenden Flugroute über dünn besiedeltes Gebiet, die – bei entsprechenden politischen Willen - auch bei Windstille eingesetzt werden könnte. Das Umfliegen dicht besiedelten Gebiets bei Starts nach Nordwesten kostet inklusive möglicher Klimakosten gerade einmal ein Hundertstel der zusätzlichen Gesundheitskosten, welche das Überfliegen des 23. Bezirks kostet. Die Umwegkosten für die Airlines würden - umgerechnet auf die Anzahl der Passagiere, die derzeit über Liesing fliegen – auch nur gerade einmal 15 Cent pro Ticket betragen.

http://liesing.fluglaerm.at/Bilder/Karten/GesundheitsversusUmwegkostenKarteNW.png

Mit freundlichen Grüßen