Gesendet:                       Montag, 21. April 2014 19:23

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Betreff:                           Beschwerde über den Fluglärm im 23. Bezirk und Auskunftsersuchen laut UIG über den besonders dreisten Lufthansa-Überflug am 18.4.2013 um 19:21

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Freitag den 18.4 um 19:21 wurde der dicht besiedelte 23. Bezirk von einem besonders lauten Überflug beschallt.

 

Nachforschungen haben ergeben, dass dieses Flugzeug viel zu schnell und damit einhergehend, viel zu niedrig geflogen ist:

 

Nur zum Vergleich – während der Verhandlungen im Flughafen-Mediationsverfahren, ob eine Abflugroute über das dicht besiedelte Liesing errichtet wird, hat die Gemeinde Wien ein Mindestüberflughöhe von 3,2 km - 4 km gefordert, der Überflug fand in 1,1 km bis 1,3 km Höhe statt.

Dazu ersuche ich um folgende Auskünfte laut UIG:

1. Warum dieses Flugzeug nicht einmal die von der Austro als lärmmindernde Maßnahme vorgeschriebene Maximalgeschwindigkeit von 250 kt IAS eingehalten hat? Zum Vergleich – laut Auskunft ACG entsprechen 250 kt IAS selbst bei 6000 ft nur 280 kt über Grund – laut Flightradar24 ist das Flugzeug 344 kt (!) über Grund geflogen. Hat der Pilot hier eine Freigabe der Austro Control erhalten, sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten zu müssen?

Falls ja, warum?

Falls nein, werden gegenüber der Airline und/oder den Piloten irgend welche juristischen Schritte seitens der Austro Control oder des BMVIT unternommen oder gibt es andere Maßnahmen?

Hier auch noch der Screenshot der Vorschrift der Austro Control – MAX IAS 250 KT up to FL100

 

 

2. Wie groß war die Abweichung von der Centerline der Flugroute Richtung Norden?

 

3. Warum wurde der Start Richtung Frankfurt auf der Abflugroute Liesing durchgeführt, obwohl diese Destination üblicherweise einer weiter südlich gelegenen Abflugroute zugeordnet ist und dort offensichtlich gar nicht geflogen wurde?

 

 

4. Wer ist dafür verantwortlich, dass dieses Flugzeug zuerst ohne erkennbare Notwendigkeit auf der Abflugroute gestartet ist, wo am meisten Menschen betroffen sind, nur um dann unvergleichbar großen Umweg über die tschechische Republik zu fliegen?

 

Vielen Dank für Ihre Bemühungen, den Vorfall aufzuklären.

 

Mit freundlichen Grüßen