Gesendet:                       Dienstag, 24. Juni 2014 19:37

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Betreff:                           politisch motivierte Gratis Flugshow-Abo für den 23. Bezirk

 

Sehr geehrte Damen und Herren!

Kaum hat der Wind sich gelegt und die Sonne kommt heraus, wird im Minutentakt dort geflogen, wo am meisten Menschen wohnen. Vermutlich erwarten sich der Wiener Bürgermeister und seine für die Austro Control unzuständige Parteifreundin besondere Dankbarkeit, weil die Gratisflugshow so von möglichst vielen Menschen ungestört genossen werden kann.

Und weil man bei den Nichtverantwortlichen scheinbar den Eindruck hat, dass das bei den Wählern so gut ankommt, hat man die Liesinger mit einer Art Dauer-Abo bedacht, welches vorsieht, dass alle Flüge bei denen das ohne großen Umweg möglich ist, auch über den 23. Bezirk fliegen müssen. Bestes Beispiel sind die Langstreckenflieger nach Amerika, die entgegenkommenderweise auch über Wiener Stadtgebiet geschickt werden.

Als besondere Zugabe  erlaubt die Austro Control fallweise auch die Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit. Der Pilot fliegt dann extra laut und im Tiefflug über Wiener Stadtgebiet – schließlich will man ja die Schwerhörigen nicht diskriminieren. Und damit es nicht fad wird, gibt es in Liesing seit 2006 nicht nur startende sondern auch landende Flugzeuge zu erleben.

Selbstverständlich ist das Programm so aufgestellt, dass es tagesfüllend ist. Berufstätigen und kleinen Kindern - die ja ohnehin nicht einschlafen wollen und ohne Fluglärm nicht aus dem Bett zu bekommen sind, kommt man dadurch entgegen, dass man den Schwerpunkt der Überflüge in die Morgen- und Abendstunden und auf das Wochenende verlegt. Auch wer einmal erst nach 22 Uhr nach Hause kommt, braucht sich in Liesing keine Sorgen zu machen, dröhnende Flugzeuge gibt es dort auch nachts noch zu bewundern.

Bedenken dass soviel Fluglärm vielleicht gesundheitsschädlich wirkt, begegnet man damit, dass es gar keine Fluglärmbetroffenen in Liesing gibt. Gleichzeitig erklärt man auch der EU, was man nicht alles tut, um die Lärmauswirkungen des Flugverkehrs möglichst gering zu halten. Zum Beispiel Standardabflugrouten. Nur dass diese 2004 so gelegt wurden, dass möglichst viele Menschen betroffen sind, verschweigt man gegenüber den Spaßbremsen aus Brüssel geflissentlich.

Mit freundlichen Grüßen