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Aktuell - Öffentliche
Podiumsdiskussion am Mittwoch, 8. September, 19h VHS Liesing
Thema
"Gesundheitsschädlicher und verkehrstechnisch
unnötiger Fluglärm in Liesing - eine politische
Notwendigkeit? "
Am Podium:
- PolitikerInnen der Wiener Rathausparteien (definitiv
zugesagt haben die Wiener Grünen, FPÖ und
ÖVP, von der SPÖ gibt es auch am Wochenende davor
noch keine Rückmeldung)
- Vertreter der BI “Liesing gegen Fluglärm
und die 3. Piste”
Moderation: J. Gepp, Stadtzeitung
“Falter”
Nach 3 kurzen Impulsreferaten im Spannungsfeld zwischen
Behauptungen der verantwortlichen Politiker und Realität zu den
Themen:
- angebliche Notwendigkeit der Flugrouten über Liesing und gesetzliche Regelungen
- angebliche nicht merk- und messbare Lärmbelastung und einem Hörbeispiel zur unvollständigen Lärmmessung
- angebliche gesundheitliche Unbedenklichkeit
und ersten Stellungnahmen der Politiker dazu, wird ausreichende
Gelegenheit geboten, aktiv an der Diskussion teilzunehmen und Fragen an
die am Podium vertretenen Politiker zu richten.
Haus der Begegnung / VHS
Liesing bei
der S-Bahn Liesing, Eingang Perchtoldsdorfer Straße 1,
Garderobensaal, barrierefrei im Erdgeschoss - Einladung
mit Stadtplan als PDF
27.8.2010 Im 23. Bezirk werden 30.000
Einladungen zur Podiumsdiskussion verteilt
In
Mauer und Alt-Erlaa wurde bereits mit der Verteilung von rund 30.000
Einladungen begonnen. Die Einladungen werden in den Bezirksteilen
Mauer, Kalksburg, Rodaun, Liesing, Atzgersdorf, Erlaa, Siebenhirten und Teilen
von Inzersdorf verteilt.
Diejenigen, welche keine Werbung in ihrem Briefkasten wollen,
können sich die Einladung
auch als PDF herunterladen.
Für die Podiumsdiskussion selbst gibt es bereits
definitive
Zusagen der 3 Oppositionsparteien, während es vom Wiener
Bürgermeister noch keine Antwort auf die direkt an ihn
gerichtete Anfrage gibt, wer für die
SPÖ an der Diskussion teilnehmen wird.
22.8.2010 exemplarische Auswertungen der
Flugspuren verdeutlichen die fehlende Notwendigkeit über
Liesing zu starten
Nicht nur der von der Austro
Control selbst gestaltete Pistenplan zeigt, dass es keine
kapazitätsmäßige oder
windmäßige Notwendigkeit für die Startroute
über Liesing gibt. Auch
eine exemplarische Auswertung an Hand der Flugspuren der Austro
Control verdeutlicht, dass es problemlos möglich sein sollte,
den
Flugverkehr so zu lenken, dass damit deutlich weniger Menschen
vom Fluglärm betroffen wären.
So zeigen die Flugspuren
für Sonntag, den 15.8.2010, dass zwischen
7 Uhr und 8 Uhr in der Früh neun (dröhnende) Starts
die über das dicht besiedelte Liesing geflogen
wurden, während auf der zur Entlastung Wiens
aus Steuergeld mitfinanzierten 2.
Piste (16/34) weniger als zehn Landungen und 2 Starts
stattgefunden haben.

Selbst für den Laien
scheint es naheliegend, dass auf dieser 2. Piste noch die
Möglichkeit bestehen müsste, zwischen
den Landungen auch noch weitere Starts über
weitgehend unbesiedeltes Gebiet einzuschieben.
Tatsächlich gehen Insider in diesem
Zusammenhang von 45 - 55 Flugbewegungen aus, die auf einer
Piste untergebracht werden können, wenn auf dieser
gleichzeitig gestartet und gelandet wird.
Ein weiteres Beispiel
dafür, dass unnötigerweise gerade über eines
der am dichtesten besiedelten Gebiete Österreichs
gedröhnt wird, war der letzte Donnerstag. Auch hier wurde in
der Erholungsphase am Abend alleine zwischen
20:00 und 21:00 zehnmal direkt über Liesing gestartet,
obwohl auf der zur Entlastung Wiens gebauten 2. Piste
mit nur 23 Landungen in dieser Zeit noch mehr als ausreichend
Kapazität zur Verfügung
stand. Es wäre also problemlos möglich
gewesen, die Starts Richtung Tschechien und die
Slowakei mit einem großen Bogen um Wien herum
Richtung Norden zu führen, statt unsinnigerweise über
den dicht besiedelten Süden Wiens zu fliegen.
Diese
beiden Beispiele verdeutlichen, wie leicht es eigentlich
möglich
wäre, die Anzahl der vom Fluglärm betroffenen
Menschen
drastisch zu reduzieren.
7.8.2010 Liesing ohne verkehrstechnische
Notwendigkeit vom Fluglärmterror betroffen
Der
Pistenbelegungsplan der Austro Control bestätigt, was mit der
Materie vertraute Personen wie Piloten schon länger vermuten.
Bei
der für die
Flugrouten über Liesing immer wieder behauptete
kapazitätsmäßigen Notwendigkeit
handelt es sich augenscheinlich um einen Schmäh!
Denn gerade dann, wenn
die meisten
Flugzeuge in kurzer Abfolge starten (überwiegend Depatures),
sieht
der Pistenbelegungsplan der Austro Control bei starkem Wind
keine Abflüge über Liesing vor. So soll
bei
Ost/Südostwind auf der Piste 16 nach Süden
gestartet werden und
bei West/Nordwestwind sind die im Pistenbelegungsplan in Klammern
angeführten Flugrouten von der Piste 34 aus zu fliegen. Das
betrifft alle 4 Flugrouten (LEDVA, MIKOV,KOVEL, LANUX), die direkt
über Liesing verlaufen und zu Grenzübergabepunkten in
Tschechien und der Slowakei geführt werden.
Hingegen
werden laut Pistenbelegungsplan bei Windstille (Calm) - also bei
verkehrstechnisch noch weitgehend vernachlässigbarem Wind -
die
Flugrouten LANUX und KOVEL von der Piste 29 über Liesing
geführt,
während dafür andere Destinationen nicht von der
Piste 29 sondern von der Piste 34 aus beflogen
werden. Gleichzeitig wird über den Norden Wiens gelandet - als
möglichst eng um Wien herumgeflogen.

Dazu findet sich auch im
Diskussionsforum Austrian Aviation Net bereits 2008
ein entsprechender Expertenbeitrag,
der beschreibt, dass aus Kapazitätsgründen
bei
Nordwestwind Starts Richtung Tschechien und Slowakei auf
der Piste 34 (und damit nicht über Liesing) geführt
werden, um eineinhalb Pisten
für den Start verwenden zu können. Umkehrschluss:
die 2004 eingeführte Ausweitung der Flugrouten über
Liesing
dient also nicht der Kapazitätserweiterung.
Dass ausgerechnet bei vernachlässigbarem Wind dann
doch über
Liesing gestartet wird, zeigt, dass die 2004 nach Liesing verlegten
Flugrouten ein politisch verursachtes Problem sind, für das es
keine verkehrstechnische Rechtfertigung gibt. Vielmehr wurden hier
unter dem falschen Vorwand
der Kapazitätsoptimierung die berechtigten Interessen der
Bevölkerung an der Vermeidung unnötiger
Lärmbelastung
dem Verlangen der Airlines nach Profitoptimierung geopfert.
Für die 2004
angeblich aus
Kapazitätsgründen benötigte
zusätzliche Flugroute
über Liesing dürfte es auch eine Alternative
über
weitgehend unbesiedeltes Gebiet gegeben haben
Dass die Flugroute über Liesing den Politikern von der Austro
Control angeblich als einzige mögliche Option verkauft wurde,
den
Bereich der für Startrouten von der Piste
29 auszuweiten,
fügt sich nahtlos ins Bild. Dabei reicht jedoch ein
Blick auf
die auch im Internet verfügbaren Flugroutenkarten aus, um zu
sehen, dass es eine Alternative mit um
Größenordnungen
weniger Betroffenen am südöstlichen Rand der schon
existierenden Flugrouten geben dürfte. Diese dürfte
aber von
den Beamten der Austro Control nicht einmal geprüft worden
sein.

Je
mehr sich Behauptungen über die nur mit der Flugroute
über
Liesing erreichbare Kapazität und nicht vorhandene
Lärmbelastung als Fiktion heraustellen, desto
vehementer ist
die Einstellung der Flugrouten über Liesing zu
fordern!
18.7.2010
Dröhnende
nächtliche Überflüge über dem dicht
besiedelten Liesing
Weckflüge mitten in der
Nacht von Donnerstag auf Freitag mit bis zu 77 Dezibel(!) lassen
sich
nicht nur mit Hilfe der Lärmmessungen
der BI "Liesing gegen Fluglärm" objektiv nachweisen,
sondern auch an Hand der Flugspuren der Austro Control
bestätigen.

Sowohl um 0:30 als auch um 0:55 wurde
über
dichtest besiedeltem Gebiet gestartet und dabei erheblicher
Lärm
produziert, der viele Menschen aus dem Schlaf gerissen haben
dürfte. |
 |
Dass
es sich bei den nächtlichen Überflügen nicht
um
Notfälle gehandelte
haben dürfte, geht alleine schon daraus hervor, dass es sowohl
um
0:30
als auch um 0:55 über Liesing gestartet wurde.
Es sei
denn, man ginge
davon aus, dass jedes Gewitter einen Notfall darstellt, der es erlaubt,
mitten in der Nacht über dichtest besiedeltes Gebiet zu
dröhnen. Würde man eine solche Sichtweise auf das
Autofahren
anwenden, so dürfte bei einer Sperre eines Autobahnabschnitts
auf
der Umfahrung selbstverständlich auch dann Tempo 130 gefahren
werden
dürfen, wenn die Straße mitten durch ein
Ortsgebiet
durchgeht.
Leider sind dröhnende Überflüge in der Nacht
kein Einzelfall:
Insbesondere rund um 22h wird häufig über Liesing
geflogen.
Generell ist die auf
Wien-Liesing
angewandte Nachtflugregelung, in der
fälschlicherweise davon
ausgegangen wird, dass Flugzeuge ab 2 oder 3km Höhe keine
merkbare
Lärmbelästigung mehr darstellen und daher in dieser
Flughöhe über dicht besiedeltes Gebiet geflogen
wird, völlig unzureichend, die Bevölkerung
vor dem
besonders
gesundheitsschädlichen nächtlichen Fluglärm
zu
schützen. Daher ist hier ein absolutes Nachflugverbot zu
fordern!
1.7.2010
Monatliches Treffen der BI "Liesing gegen
Fluglärm" zum Informationsaustausch
Beim
sommerlichen Treffen im Gastgarten des Gasthaus Brandauers waren die
Berichte über die Besprechung mit Herrn Gemeinderat Valentin
und
die Podiumsdiskussion im Cajetan-Felder Institut Hauptthema. Weiters
ging es auch um die Eckpunkte der noch zu erstellenden
Einladungen für die Veranstaltung am 8. September zu der die
BI
"Liesing gegen Fluglärm" alle politischen Parteien nach
Liesing
einlädt.
Eine positive Überraschung waren auch die in ganz Wien
verschickten FPÖ Wahlkampf Broschuren, in denen das Thema
Fluglärm an
sehr prominenter Stelle platziert ist und in denen die SPÖ
aufgefordert wird, die Einstellung der 2004 über den Westen
Wiens
gelegten Flugschneise auf Schiene zu legen. Dass
Grüne und
ÖVP bereits die gesundheitsschädliche Wirkung von
Fluglärm und die daraus zu ziehenden Schlussfolgerungen
für
dicht besiedelte Gebiete, in den Wahlkampf eingebracht haben,
lässt darauf
hoffen, dass hier auch seitens der Verantwortlichen endlich
Konsequenzen gezogen werden. Hier sind konkrete Schritte Richtung
Einstellung der Flugroute über Liesing
gefordert, Versprechen alleine sind wenig hilfreich!
23.6.2010 Podiumsdiskussion „Flughafen
Wien - Guter Nachbar oder
Störenfried?“ Gegenwart und Zukunft
Bei
der trotz eines spannenden Fußballspiels gut besuchten
Veranstaltung im alten Wiener Rathaus wurde nicht nur über den
Flughafen und die Fluglärmproblematik sondern auch die Rolle
der
Politik diskutiert. Aufhorchen lies eine Aussage von Senator Fritz
Svihalek (Stadtrat für Umwelt- und Verkehrsagenden a.D.), dass
Beamte der Austro Control mit Vorschlägen wie das
Fluglärmproblem entschärft werden kann, mehr als
zurückhaltend sind und daher hier auch das Management in die
Pflicht genommen werden müsse. Eine Erfahrung die sich mit der
Flugroutenverschiebung nach Liesing deckt, für die
entsprechende
Alternativen mit um Größenordnungen weniger
Betroffenen von
der Austro Control nicht einmal geprüft worden sein
dürften.
Ein weiteres Thema war auch, dass eine intelligente
Flugroutenführung, die zu einer Minimierung der Anzahl der
Betroffenen führt, keine Arbeitsplätze kostet und die
durch
Fluglärm verusachten Gesundheitskosten senkt. Daraus ergibt
sich
in Zeiten knapper Budgets die Forderung, dicht besiedelte Gebiete- wann
und wo immer möglich - zu umfliegen.
12.6.2010 Infoveranstaltung der BI "Liesing gegen
Fluglärm" am Maurer Berg

Die
Infoveranstaltung am Rande des "Tages der Artenvielfalt"
hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Einerseits
Interesse, Zustimmung und die Unterstützung für unser
Anliegen von vielen Menschen, die am Weg zur
Großveranstaltung
auf das Thema Fluglärm und Gesundheitsgefährdung
angesprochen
wurden. Andererseits die ablehnende Haltung der Wiener Stadtregierung,
die das von ihr geschaffene Problem möglichst zu ignorieren
versucht.
Ein Beispiel: Trotz polizeilicher Anmeldung wurde uns von der MA-49 die
Verteilung von Informationen auf jenem Teil der Kalksburger Strasse
untersagt, der als Forststrasse deklariert ist. Ein
bürokratischer
"Kraftakt", der wiederum von einem Passanten wie folgt kommentiert
wurde: "Das Imperium schlägt zurück!".
Dass Umweltstadträtin Mag. Ulli Sima auch am Rückweg
von
ihrer Veranstaltung im Unterschied zum niederösterreichischen
Umweltlandesrat Dr. Pernkopf nicht einmal bereit war,
Informationsmaterial zum Thema Fluglärm entgegenzunehmen, war
trotzdem irgendwie erstaunlich. Hatte doch gerade sie den Liesingern
versprochen, dass es durch die neue Flugroute zu keiner
zusätzlichen Lärmbelastung kommen wird.
Leider
löst sich das Fluglärmproblem nicht dadurch, dass man
dieses
konsequent ignoriert. So führt Fluglärm selbst im
Schlaf zu
einem Anstieg des Blutdrucks.
Obwohl nicht offizieller
Teilnehmer am
Tag der Artenvielfalt dürfte es der BI "Liesing gegen
Fluglärm" ganz gut gelungen sein, auf die Zerstörung
des
Naherholungsgebiets durch die seit 2004 aus politischen
Gründen
nach Liesing verlegten Flugrouten aufmerksam zu machen. Denn die
Luftballons mit den Slogans "Lebensqualität statt
Fluglärm!"
und "5 Jahre Fluglärmterror über Liesing sind genug!"
waren
auf Großveranstaltung allgegenwärtig (siehe Foto).
Stellt sich die Frage,
wann man
seitens der Politik endlich reagiert und der volkswirtschaftliche
Hausverstand zum Durchbruch kommt! Denn minimal kürzere
Flugrouten
für die Airlines können einfach nicht wichtiger sein,
als die
Lebensqualität und Gesundheit von 100.000
Betroffenen.
Postings
zum Thema "Wiener Stadtregierung vermarktet Erholungsgebiet statt es
vor Fluglärm zu schützen" im Forum...
10.6.2010 Zerstörung des
Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiets Liesing durch
Fluglärm
Die
beeindruckende Artenvielfalt der Tiere und Pflanzen am Maurer Berg ist
seit 2004 um eine Artenvielfalt verstärkt worden, die man
weder im
dicht besiedelten Liesing noch im angrenzenden Naherholungsgebiet als
erwünscht betrachten kann - so führen rund 40 Starts
pro Tag
direkt über Liesinger Gebiet zu einem unzumutbaren und
gesundheitsschädlichen
Gedröhne.
 |
 |
| Beeindruckende
Artenvielfalt am Maurer Berg |
In
einem Landschaftsschutzgebiet unerwünschte Artenvielfalt |
Auch die Wiener Umgebungslärmschutzverordnung
legt das Landschaftsschutzgebiet Liesing als ruhiges Gebiet fest,
für das die Summe aller Schallquellen einen Schwellenwert von
50
dB Lden und
40 dB Lnight nicht übersteigen darf. Entsprechend
der Lärmstörwirkung
von Fluglärm wären um 10-15
Dezibel niedrige Werte zu fordern, die aber seit der
Flugroutenverlegung 2004 mit einem Lden von rund 45 dB so gut
wie täglich massiv überschritten werden. Da
hilft es auch nicht, wenn Fluglärm auf Grund der
Bundeskompetenz
von der obigen Regelung explizit ausgenommen ist
- eine widmungsgemäße Nutzung des
Naherholungsgebiets Liesing wird dadurch trotzdem
verunmöglicht!
Postings im
Forum...
Nachdem es
unmöglich ist, das
Landschaftsschutzgebiet und die über 100.000 von der Flugroute
über Liesing betroffenen Menschen umzusiedeln,
sind die
entsprechenden Flugrouten abzusiedeln bzw. einzustellen!
29.5.2010 Informations- und
Protestveranstaltung der BI "Liesing gegen
Fluglärm" gegen das unnötige Verlärmen eines
ganzen Bezirks

Auch
dieses Mal haben wieder zahlreiche Fluglärmbetroffene aus der
Umgebung die Gelegenheit genutzt, sich am Maurer Hauptplatz
über
Ursachen und Auswirkungen des Fluglärms in Liesing zu
informieren. Aus den vielen Gesprächen lassen sich zwei immer
wieder kehrende Diskussionspunkte herausfiltern:
- Die Unzumutbarkeit der dröhnenden
Überflüge in der
Früh, zu Mittag und in die späten Abendstunden und wo man sich
telefonisch oder per Mail darüber beschweren kann.
- Die Forderung nach einer volkswirtschaftlichen
intelligenten
Steuerung des Flugverkehrs, wozu auch gehört,
dass nicht mehr
über dicht
besiedelte Gebiete wie Liesing geflogen wird und wie man diese
durchsetzen kann - gibt es doch weder eine technische noch eine
kapazitätsmäßige Notwendigkeit für
diese
Startroute über Liesing.
Kein Diskussionsthema war hingegen die
Gesundheitsschädlichkeit des
Fluglärms, diese scheint vielmehr Teil des
Allgemeinwissens
geworden zu sein.
26.5.2010 Monatliches Treffen der BI
"Liesing gegen Fluglärm" zum Informationsaustausch
Themen beim gut besuchten
monatlichen Treffen der BI-Liesing waren:
- Der mehr als unzumutbare Fluglärm in der ersten
Maihälfte - durchschnittlich alleine 40 Starts direkt
über
Liesing, dazu weitere auf den Nachbarflugrouten, die z.T. bis an die
Stadtgrenze herangeführt wurden
- Was der Einzelne mit wenig Zeitaufwand dagegen tun kann
(Beschwerdemails schreiben, Informationsmaterial
verteilen....)
- Die Besprechung einer Delegation der BI "Liesing gegen
Fluglärm" mit Experten der Austro-Control und
des Flughafens
11.5.2010 Vortrag von Prof. Greiser und
Podiumsdiskussion zum Thema Gesundheitsrisiko Fluglärm
Schwerpunkt
des Vortrags von Prof. Greiser waren die Gesundheitsauswirkungen des
nächtlichen Fluglärms. Dass Fluglärm unter
Tags genauso
als gesundheitsschädlich einzustufen ist, wurde an den
gezeigten
Daten über Brustkrebs deutlich. So steigt das Brustkrebsrisiko
mit
jedem Dezibel Tagfluglärm stärker als bei
nächtlichem
Fluglärm. Eine Tatsache, die auch für Depressionen
und
Schlaganfälle bei Frauen festgestellt wurde. Eigentlich nicht
wirklich erstaunlich, da sich statistisch gesehen Frauen
länger am
Wohnort aufhalten als Männer.
Die Parallelen beim Umgang mit dem Gesundheitsrisiko Fluglärm
erinnern an das Thema Passivrauchen: Trotz des erwiesenen
Erkrankungsrisikos (plus 20-40%) wurde die Tatsache von der
Raucherlobby jahrzehntelang verneint bzw. von der Politik als
Panikmache abgetan. Nun
liegen die Erkrankungsrisiken bei Fluglärm weit höher
als beim Passivrauchen. Bei
der Veranstaltung war man sich darüber einig, dass
konsequenterweise auch möglichst unbesiedeltes Gebiet geflogen
werden! Damit stellt sich einmal mehr die Frage, wann die
Verantwortlichen auch beim Thema Fluglärm bereit
sind, auf
den volkswirtschaftlichen Hausverstand zu hören und somit
unnötig hohe Gesundheitskosten vermeiden?
In der Diskussion hat der Umweltsprecher der Wiener Grünen, GR
Mag. Maresch, wiederholt betont, dass die
Absiedlung der Flugroute über Liesing, die 2004
überfallsartig über 100.000 Betroffene verlegt wurde,
eine
Kernforderung der Grünen ist und bleibt. Laut Maresch steht
diese
Forderung bei möglichen Koalitionsverhandlungen mit der Wiener
SPÖ an oberster Stelle und nicht zur Disposition!
Auch am Podium vertreten war Prof. Kundi, welcher im Auftrag des BMVIT
eine Studie erarbeitete, welche in der Folge von Minister Bures als
Basis zum Entwurf "Luftverkehr-Imissionsschutzverordnung" diente.
Angesprochen darauf, dass die hohen Lärmpegel welche er in
seinem
Gutachten vorschlägt, die kognitive Entwicklung von Kindern
nachweislich beeinträchtigt,
sagte der Prof., dass damit eben die Schulen konsequenterweise
abzusiedeln seien.
Im persönlichen Gespräch stellte sich dann auch
heraus, dass
sich Prof. Kundi vom Auftraggeber BMVIT falsch interpretiert
fühlt
und dass ein Gutachten mit Empfehlungen für deutlich
niedrigeren
Fluglärm seiner Meinung nach sinnlos gewesen wäre, da
es vom
Auftraggeber "schubladisiert" worden wäre.
2.5.2010 Diskussion über die
neuerliche Flugroutenverschiebung nach Liesing
Immer wieder
erreichen die BI "Liesing gegen
Fluglärm" Fragen von Betroffenen zu den neuen
Flugrouten über Liesing und dazu was von den Antworten des Flughafens und des Liesinger
Bezirksvorstehers Herrn Wurm
zu halten ist, in denen behauptet wird, dass die neuen Flugrouten
nichts anderes wären als eine Aufsplittung der schon
früher
verwendeten Flugroute STO4C in die Flugrouten LEDVA2C und MIKOV3C.
Der Aussage der Flughafenhotline "Am 27. August
2009 (also
vor mittlerweile 8 Monaten) wurde die SID STO4C durch die beiden
Abflugstrecken LEDVA2C und MIKOV3C ersetzt" sind folgende Fakten
gegenüber zu stellen:
- Die Flugroute STO4C wurde im wesentlichen durch die
Flugrouten LANUX1C und KOVEL1C ersetzt.
- Die Flugrouten LEDVA2C und MIKOV3C sind, wie sich schon aus
deren
Namen ergibt, die direkten Nachfolger der Flugroute LEDVA1C und MIKOV2C.
- Die alten Flugrouten LDVA1C und MIKOV2C wurden mit
einer
Rechtskurve von der Piste 29 geflogen.
- Die Flugroute MIKOV2C ist für das 2. Quartal
2009 im Messprotokoll der Lärmmessstelle
Großenzersdorf
angeführt.
- Weiters ist die Flugroute MIKOV2C auch in den
Unterlagen zur 3. Piste mit einer Rechtskurve von der Piste 29
eingezeichnet.
- Die neuen Flugrouten werden hingegen mit einer Linkskurve
von
der Piste 29 geflogen und tauchen zum ersten Mal in der 2.
Jahreshälfte 2009 im Messprotokoll der Lärmmessstelle
Zwölfaxing auf.
Zu der Aussage der Flughafenhotline „Es gibt dadurch
keine
negativen Auswirkungen für die Bevölkerung, da die
Lage der
Strecke unverändert geblieben und die Anzahl der LFZ auf
dieser
Strecke gleichgeblieben, bzw. derzeit sogar geringer geworden
ist.“ ist anzumerken:
- Im Unterschied zu den alten Flugrouten LEDVA1C und MIKOV2C
belasten die neuen Flugrouten Liesing. Auch waren die alten Flugrouten
angeblich nur für Propellerflugzeuge zugelassen,
während die
neuen Flugrouten über Liesing auch von Jets benutzt werden
dürfen.
- Eine Auswertung der Flugspuren zeigt durchschnittlich 2
Überflüge pro Tag auf den neuen Flugrouten LEDVA2C
und
MIKOV3C, was in Summe mehr als 700 Überflüge pro Jahr
ausmacht.
- Für die Flugrouten die über
Liesing verlaufen, werden
sogar die Vereinbarungen des Dialogforums betreffend der prozentuellen
Verteilung der Abflugrouten überschritten. So wurden auch 2009
deutlich mehr über Liesing geflogen als dort
vereinbart (laut
Flughafen 8.2% statt 6.8% aller Abflüge = 6
zusätzliche
Überflüge pro Tag) , was sich
vor allem in sommerlichen Fluglärmterror niedergeschlagen hat.
- Zusätzlich wird Liesing seit 2006 von landenden
Flugzeugen
im Tiefflug überflogen und ist vom Fluglärm der
Nachbarflugrouten, die immer weiter nach Norden und damit
näher an
Liesing gerückt wurden, mittlerweile auch sehr stark
betroffen.
Dazu kommen nächtliche Überflüge auf der
Flugroute SNU2C
und internationale Überflüge, welche die Nachtruhe
stören.
- Alleine der Fluglärm der Startrouten erreicht in
ganz Liesing
gesundheitsschädliche Ausmaße, einen entsprechenden
Lärmpegel bestätigen sogar die Lärmmessungen
des
Flughafens, die bei Windstille (bzw. schwachen Wind) am Ende der
Abflugroute einen Dauerschallpegel (16h LEQ) von 42,5 dBA
feststellen
Es entsteht also einmal mehr der Eindruck, dass die Aussagen des
Flughafens und seiner Vertreter dazu dienen sollen, das wahre Problem,
welches der Flugverkehr in Liesing verursacht, zu verharmlosen.
Und von der Einhaltung der Versprechen, dass es durch die
Flugrouten über Liesing auf Dauer weder zu einer
merkbaren
noch einer messbaren Lärmbelastung kommen wird, scheint man
auch
nichts mehr wissen zu wollen.
21.4.2010 Neuerliche Verlagerung von
Flugrouten auf dicht besiedeltes Gebiet! - Dialog ohne Kommunikation?
Die
BI "Liesing gegen Fluglärm" ist Hinweisen von Betroffenen
nachgegangen,
wonach seit einiger Zeit "anders" geflogen wird und stellte
Erstaunliches
fest: Man fliegt nun
nach Südwesten, um nach Nordosten zu kommen!
Zu
diesem Zweck wurden Flugrouten, welche früher direkt
nach dem Start
nach Norden über die Felder abbogen, ausgerechnet auf das
dicht
besiedelte Liesing verlagert. Beachtlich sind hier nicht nur die
unnötig hohen
Gesundheitskosten, die vermeidbare Überflüge
über dicht
besiedeltem Gebiet mit sich bringen, sondern auch der
erhebliche Umweg,
den die Airlines dafür in Kauf nehmen müssen.
| MIKOV2C und LEDVA1C
nach Rechtskurve von der Piste 29 |
MIKOV3C und LEDVA2C
nach Linkskurve von der Piste 29 |
 |
 |
| Quelle: www.flugspuren.at 2009 |
Quelle: www.flugspuren.at 2010 |
Die genauere
Betrachtung bringt die Ignoranz und Abgehobenheit der Verantwortlichen
zu Tage: Es gab keinerlei
Information an die betroffenen Bürger, keine
mediale Information, von einer UVP nicht zu reden. Dies ist als
wiederholter Nachweis zu verstehen, dass es für die Anrainer
des
Flughafens keinerlei Rechtssicherheit gibt - wer heute nicht betroffen
ist, kann also morgen bereits unter einer Flugroute aufwachen!
Aber
auch die Position des Fluglärmvertreters der Rathauspartei
bekommt hier
einen schalen Beigeschmack - hatte dieser doch jahrelang
erklärt, dicht
besiedelte Gebiete im Süden Wiens durch eine Rechtskurve von
der Piste
29 entlasten zu wollen. Tatsächlich wurde nun das
Gegenteil davon
umgesetzt. Dass
so etwas nicht ohne die Zustimmung des Vertreters Wiens im Dialogforum
möglich sein dürfte, ist nahe liegend. Jedenfalls
helfen den
Betroffenen weder immer wiederkehrende Verweise auf die formale
Unzuständigkeit der politisch mächtigsten Gemeinde
Österreichs noch auf die Implementierung einer
Lärmgebührenordnung weiter, die keinen Einfluss
darauf nimmt,
wo oder wann geflogen wird.
Alles in allem
drängt sich für die BI "Liesing gegen
Fluglärm" und die Betroffenen
damit der Schluss auf, dass die Fluglärmlobbyisten
einen Dialog führen,
welcher keiner Kommunikation mit den Bürgern bedarf.
Presseaussendung
21.4.2010 Monatliches Treffen zum
Informationsaustausch
Das gut besuchten
Treffen diente
ausführlichen Diskussion der neuesten Entwicklungen.
Schwerpunkt
war die erfreuliche mediale Präsenz des Themas
Fluglärm in
Liesing (ORF, Heute, Krone, Kurier...) und
die Abschätzung der gesundheitsschädlichen
Dauerschallpegel, wo unterschiedliche Ansätze zu
übereinstimmenden Ergebnissen geführt haben. Weiters
wurden
die nächsten Informationsveranstaltungen geplant.
17.4.2010 Informationsveranstaltungen mit
Wiedererkennungswert
Unter
ungewohnt kondensstreifenfreien und ruhigen Himmel fand die erste
heurige Informationsveranstaltung der parteiunabhängige
Bürgerinitiative "Liesing gegen Fluglärm und die 3.
Piste"
beim Merkur in der Breitenfurterstrasse statt. Aus
zahlreichen
Reaktionen wurde klar, dass die Bürgerinitiative bereits einen
bemerkenswerten Wiedererkennungswert erreicht hat. Und dass Fluglärm
krank macht, dürfte mittlerweile auch einer breiten
Masse bekannt sein.
7.4.2010 Am Sonntag nach der
Zeitumstellung wurden unnötig viele Menschen durch
dröhnenden Fluglärm geweckt
Dröhnende Überflüge Sonntag früh
sind in Liesing
leider nichts ungewöhnliches. Besonders schlimm ist das aber
nach
der Umstellung auf die Sommerzeit, die ja nicht zufällig von
Samstag auf Sonntag erfolgt. Statt die "gestohlene" Stunde in
der Früh durch längeren Schlaf kompensieren zu
können,
wurden die Liesinger von dröhnenden
Überflügen ab
7:15 geweckt - physiologisch betrachtet also bereits
um 6:15!
Dass es dafür nicht die
geringste erkennbare Notwendigkeit gab,
belegt wieder
einmal die Auswertung der Flugspuren:
- Zwischen 7 und 8h gab es nicht einmal die
benötigte Anzahl
von Landungen für eine Anzeige der Flugspuren d.h. weniger als
10
Landungen, was wohl alles über die fehlende Pistenauslastung
zwischen 7h und 8h aussagt.
- Weiters erfolgten alle Landungen zwischen 7h und 9h auf
Piste 34
- es bestand also die Möglichkeit die Piste im
"Mixed-Mode" auch für
Starts Richtung Nordwesten heranzuziehen und dann über
möglichst unbesiedeltes Gebiet zu fliegen.
- Selbst die anderen Startrouten von der Piste 29 mit immer
noch
deutlich weniger Betroffenen waren weit von einer Vollauslastung
entfernt.
Unterm Strich ergibt sich das folgende Bild: die
im Zusammenhang mit der Zeitumstellung besonders
gesundheitsschädlichen Weckflüge, erfolgten ohne die
geringste erkennbare Notwendigkeit ausgerechnet so, dass
möglichst viele Menschen davon betroffen waren.
Ein weiteres Beispiel
dafür, wie die Gesundheit und Lebensqualität der
Bevölkerung systematisch den Interessen
der Luftverkehrslobby
geopfert werden.
Einzige Abhilfe ist die
Verlegung der
Flugrouten auf möglichst unbesiedeltes Gebiet - also
eine
volkswirtschaftlich sinnvolle Optimierung der Flugrouten nach Anzahl
der
Betroffenen und nicht so wie in der Flughafen-Mediation nach dem
Shareholder-Value für die Flughafenaktionäre!

25.3.2010 Treffen zum Informationsaustausch
und zur Aktionsplanung
Nach dem Austausch über aktuelle Themen wurde eine ganze Reihe
von
Infoveranstaltungen vor den Sommerferien beschlossen. Für den
Herbst wollen wir die Wiener Politiker zu einer
Podiumsdiskussion
nach Liesing einladen. Weiters wurden noch einige Änderungen
am
überarbeiteten Informationsblatt
über den
gesundheitsschädlichen Fluglärm in Liesing diskutiert,
welches in größerer Stückzahl gedruckt
werden soll.
11.3.2010
Überflüge über dicht besiedeltes Gebiet sind
volkswirtschaftlich unsinnig und gesundheitspolitisch unverantwortlich
In
Deutschland ist es jetzt "amtlich". Fluglärm in der Umgebung
des
Flughafens Köln-Bonn erhöht das Erkrankungsrisiko
dramatisch.
Dass das in den betroffenen Gebieten rund um Wien Schwechat
ähnlich sein wird, leugnen wohl nur mehr eingefleischte
Fluglobbyisten.
Eine genauere Berechnung kann nur mit einer gleichartigen Studie
für den Flughafen Wien erreicht werden. Für eine
erste
Abschätzung der zusätzlichen Krankheitsfälle
reicht aber
die Übertragung der Greiser Studien. Bei rund 100.000
betroffenen
Menschen in Liesing und den direkt angrenzenden Gebieten in Wien und
Niederösterreich ist entsprechend dem ermittelten Risiken
u.a. mit 50 zusätzlichen
Schlaganfällen pro Jahr zu
rechnen.
Dabei macht nicht nur das persönliche Schicksal betroffen. Es
entstehen auch beträchtliche
Kosten für das von der Allgemeinheit finanzierte
Gesundheitssystem.
Multipliziert man beispielsweise die bekannten durchschnittlichen
Kosten pro Schlaganfall von rund 75.000 Euro mit der Anzahl der 50
zusätzlichen Schlaganfälle, so kommt man alleine dafür auf rund
3,75 Millionen Euro pro Jahr. Vermeidbares Leid und Kosten, die
der Verlegung der Flugrouten auf das dicht besiedelte Liesing
zuzuschreiben sind.
Daher sind nicht nur Austro Control und Infrastrukturministerium,
sondern auch das Gesundheitsministerium dringend gefordert, zu den Flugrouten über
Liesing volkswirtschaftlich sinnvollere und gesundheitspolitisch
verträglichere Alternativen zu finden bzw. zu
verordnen.
Zum Lesen und Weitergeben gibt es eine Zusammenfassung
als PDF mit dem Titel "Jetzt ist es amtlich: Fluglärm macht
krank". Eine entsprechende Presseaussendung der
parteiunabhängigen BI "Liesing gegen Fluglärm und die
3. Piste" wurde von Gemeinderat Mahdalik einmal mehr
mit der Forderung nach Rücknahme der im Jahr 2004
eingerichteten Flugschneise über dem 23. Bezirk
unterstützt.
Die Ablehnung
der Übertragbarkeit der Studie auf Liesing durch Herrn
Gemeinderat
Valentin mit dem Argument, die Studie habe sich (nur) mit
nächtlichem Fluglärm auseinandergesetzt
erweckt den
Eindruck, dass sich Herr Gemeinderat Valentin bisher auch nur mit der
Überschrift der Studie auseinandergesetzt hat. Andernfalls
sollte
er wissen, dass die die stärkste Risikoerhöhung
für
Schlaganfälle und Depressionen im Zeitfenster von 6-22 Uhr
gefunden
wurde und eine Beschränkung auf nächtlichen
Fluglärm als
Gesundheitsrisiko dem Problem Fluglärm nicht gerecht werden
kann.
Abgesehen davon gibt es in Wien kein absolutes Nachtflugverbot sondern
nur eines für Landungen auf der Piste 11. Behauptungen, in
Wien
werden die WHO Grenzwerte eingehalten, die auf einer nicht nur laut
WHO für Fluglärm ungeeigneten Messung nach
dBA beruhen,
sind wertlos. Diese und andere
Verharmlosungen
werden von den Fluglärmbetroffenen über die
Grenzen
Wiens hinaus als Provokation aufgefasst - Diskussion
Eine Video-Interview zur Studie und deren
Übertragbarkeit von Prof. Dr. Greiser findet sich auf
You Tube
1.3.2010 Fluglärm macht krank
- auch die Liesinger und ihre Nachbarn
Die neuesten
Untersuchungen von Prof. Greiser über die
Gesundheitsschädlichkeit von Fluglärm am Flughafen
Köln-Bonn, die auf den Daten von 1,020 Millionen Versicherten
gesetzlicher
Krankenkassen beruhen, sind jetzt offiziell vom deutschen
Bundesumweltamt
publiziert worden.
Die Ergebnisse zeigen für Herz- und Kreislauferkrankungen
einen
linearen Anstieg des Erkrankungsrisikos ab einem mit 35,25 dBA recht
niedrigen 24-Stunden-Dauerschallpegel Bei Frauen sind die
Erkrankungsrisiken für Depressionen signifikant
erhöht. Eine auf
die gleiche Art durchgeführte Auswertung, welche die
signifikante
Erhöhung des Risikos für Krebserkrankungen ab 35,25
dB(A)
Fluglärm Dauerschallpegel nachweist, ist bisher aus
politischen Gründen nicht offiziell veröffentlicht
worden.
Die Ergebnisse der Studien lassen sich am besten als einfache
Balkengrafiken zusammenfassen.
 |
Mit
jedem Dezibel Fluglärm
über
einem 24-Stunden-Fluglärm-Dauerschallpegel von 35,25
dBA, steigt das
Risiko für eine Reihe von schweren Erkrankungen.
Ausgewählte
Krankheitskategorien aus den Studien von Prof. Dr. Greiser, Werte
für
Betroffene ohne die Möglichkeit der Finanzierung von
Schallschutz durch den
Flughafen. |
Überträgt
man die
Erkenntnisse von Prof. Greiser auf Liesing,
so erhält man ein beunruhigendes Bild über
die Auswirkungen der seit
2004 überfallsartig auf dicht besiedeltes Gebiet verlegten
Flugrouten. Eine Erhöhung mit fatalen Auswirkungen auf die
Bevölkerung: So steigt das Erkrankungsrisiko durch
Fluglärm
bei Frauen und Männern
- für sämtliche
Herzkreislauferkrankungen um 17% bzw. 18%,
- für koronare Herzkrankheit um 14% bzw.
24% und
- für Schlaganfälle um 23% bzw.
29 %.
Bei Frauen steigt das Risiko
- für
Brustkrebs um 31% und das
- an Depression zu
erkranken sogar um 51%.
 |
Die
seit 2004 überfallsartig auf das
dicht besiedelte Liesing verlegten Flugrouten verursachen einen
24-Stunden-Fluglärm-Dauerschallpegel von 40,8 dBA
(Durchschnitt 6
verkehrsreichste Monate), also 5,55 dBA über der Schwelle von
35,25 dBA.
|
Eine genauere
Abschätzung kann nur mit einer gleichartigen Studie
für den Flughafen Wien erreicht werden. Laut
persönlicher
Empfehlung von Prof. Greiser sollte dabei der Fluglärm auch
nach
dBC erfasst werden.
17.2.2010 Monatliches Treffen der BI
"Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste"
Neben den Ereignissen der letzten
Monate wurden die
Auswirkungen von Fluglärm auf die Gesundheit der Liesinger und
ihrer Nachbarn diskutiert. Neu ist in diesem Zusammenhang eine
weitere
Studie von Prof. Greiser, deren offizielle Veröffentlichung
nicht
zuletzt deshalb zurückgehalten werden dürfte,
weil daraus hervorgeht, dass Fluglärm über 40
dB(A) auch das Risiko für Brustkrebs signifikant
erhöht.
Umgelegt auf die derzeitige Fluglärm-Situation in Liesing
bedeutet
das eine statistische Erhöhung der Anzahl der von Brustkrebs
Betroffenen um ein Drittel gegenüber der Situation vor der
überfallsartigen Verlegung der Flugrouten auf dieses dicht
besiedelte Gebiet.
In diesem Zusammenhang drängt sich auch die Kostenwahrheit
beim
Flugverkehr als Thema auf, was
gerade im Zusammenhang mit der Budgetkonsolidierung und
möglichen
Steuererhöhungen an Brisanz gewinnt. Dass der
Flugverkehr zum
Unterschied von der Bevölkerung von Mehrwerts- und
Mineralölsteuer befreit ist, hat weder etwas mit
Verteilungsgerechtigkeit noch mit sozialer Umverteilung zu tun -
zumindest nicht mit der von oben nach unten.
Das nächste Treffen findet am 18.3.2010 statt,
für den
10.4.2010 ist bereits eine öffentliche
Infoveranstaltung geplant.
12.2.2010 Wirtschaftssprecher der
ÖVP setzt sich
für Fluglärmbetroffene ein -
Ablehnung der Verordnung des BMVIT quer durch alle Parteien
9.2.2010 Stadtkonferenz des Dialogforums
Bei dieser Stadtkonferenz des
Dialogforums ging es in 1. Linie um die Frage der Notwendigkeit der
Flugrouten über Liesing. Ausgangspunkt
war ein nach der letzten Stadtkonferenz erstelltes Dokument, in dem an
Hand der Flugspuren versucht wurde, die Notwendigkeit der zahlreichen
Überflüge im Laufe eines Tages über das
dicht besiedelte Liesing auf Alternativen zu prüfen. Dieses
Dokument wurde bereits im Juni 2009 an Austro Control, Gemeinde Wien
und Flughafen verschickt, ist also keineswegs neu. Auch die Darstellung
von Herrn Gemeinderat Valentin, dass darin der Austro Control
vorgeworfen wird, den Mediationsvertrag nicht einzuhalten,
findet sich darin nicht. In
dem Dokument wurde aber festgestellt, dass die Notwendigkeit
für die zahlreichen Überflüge
über Liesing in keinem konkreten Beispiel
feststellbar war und die Nachtflugregelung offensichtlich die
Interessen des Flugverkehrs höher bewertet als die der
Bevölkerung.
Seitens der Austro Control wurde dieses Dokument erst nach 8
Monaten, dafür aber um so heftiger, kritisiert. Dazu wurde von
der ACG bei der Stadtkonferenz erklärt, dass die vielen
Startrouten von der Piste 29 deshalb notwendig seien, um in
Spitzenzeiten die mit der Piste 29 mögliche
Maximalkapazität
zu garantieren und dass in den anderen Zeiten mangels
Flexibilität
dann von der Piste 29 auch über Liesing geflogen werden
müsse. Folgt
man den technisch nicht nachvollziehbaren Aussagen der Austro Control,
so wären einige
zusätzlichen
Slots (Start- und Landemöglichkeiten) am Flughafen Wien,
die derzeit nur in
den Spitzenzeiten benötigt werden, Grund genug, um über
Liesing zu fliegen. Auf Vorschläge eines
Piloten für
Alternativen wurde nicht
eingegangen, dazu ist aber noch ein Gespräch geplant. Dass die
Nachtflugregelung die Liesinger nicht vor
nächtlichen Überflügen schützt,
wurde damit
begründet, dass man den Fluglinien keine so langen Umwege
zumuten
könne.
Zur Frage des Antrags,
von der Piste 29 mit einer Rechtskurve über die
ÖMV/Borealis
zu starten, sei nur bekannt, dass es hier keine Zustimmung des
Ministeriums gebe, eine schriftliche Begründung aber trotz
angeblicher täglicher Bemühungen von Herrn GR
Valentin nach wie vor
fehle.
Von Herrn GR Valentin kam einmal mehr die Aussage, wie wichtig der
Flughafen für die Wirtschaft und den Tourismus sei.
Das
Gegenbeispiel Zürich, wo die Pleite der Swiss Air zu
deutlich weniger Flügen geführt hat, die Anzahl der
Arbeitsplätze und die Wirtschaftsleistung
im Großraum
Zürich im gleichen Zeitraum aber trotzdem gestiegen sind,
wurde
vom Vertreter des Flughafens einfach für falsch
erklärt.
Laut Herrn Gemeinderat Valentin hätte es die Flugroute
über
Liesing ohnehin geben müssen, weshalb die Gemeinde Wien dieser
zugestimmt habe. Diese Demonstration der
Machtlosigkeit gegenüber den Wünschen des Flughafens
durch
einen "Sozialdemokraten" Valentin, lässt darauf
schließen,
dass man im roten Wien einen Rückschritt in eine
Zweiklassengesellschaft in Kauf nimmt. Dazu passt das
beharrliche
Schweigen von Umweltstadträtin Mag. Sima zu diesem Thema
ebenso,
wie die in einem Vortrag von Ministerialrat DDr Zulinsky vom BMVIT
geäußerten Ideen, dass es unter den Flugrouten zur
Verslumung kommen wird.
Laut dem Vertreter des Flughafens lagen
die Flugbewegungen letztes Jahr in Liesing praktisch
gleich
hoch wie im Vorjahr. Dass von einem Rückgang der
Flugbewegungen um
knapp 10% in Liesing nichts zu bemerken war, ist also kein
Wunder.
Ebenfalls angesprochen wurden die Lärmmessungen
nach dB(C), deren grundsätzliche Sinnhaftigkeit nicht mehr
bestritten
wurde, für die aber gesetzliche Grenzwerte fehlen. Weiters
wurde auch die noch unveröffentlichte Studie von Prof. Greiser
andiskutiert.
29.1.2010 Einstellung
der Flugrouten über Liesing ist im Sinne eines echten
Luftverkehr-Immissionsschutz
Denn
alleine schon auf Grund der ab 40 dB(A) Dauerschall einsetzenden
gesundheitsschädlichen Wirkung ist der
Flugverkehr auch noch
20-30 km vom Flughafen entfernt so zu führen, dass
möglichst
wenige Menschen in ihrer Gesundheit beeinträchtigt werden. Aus
diesem Grund ist auch die Einstellung der seit 2004
überfallsartig
nach Liesing verlegten und der Umgebungslärmrichtlinie der
Europäischen Union widersprechenden Flugrouten über
Liesing
zu fordern. Die vollständige
Stellungnahme zur in Begutachtung befindlichen
Luftverkehr-Immissionsschutzverordnung der parteiunabhängigen
BI "Liesing
gegen Fluglärm und gegen die 3. Piste" wurde mit dem
eindringlichen Ersuchen die darin angeführten Fakten
und
Studien im Detail zu prüfen und zu würdigen per email
und Fax
an die
zuständige Abteilung im BMVIT übermittelt.
Weitere
Stellungnahmen die sich gegen die geplante Verordnung aussprechen gibt
es unter anderen auch von anderen BIs und der grünen
Bundespartei. Aber auch das Umweltministerium
ist mit der von der Luftfahrtabteilung im Infrastrukturministerium
ausgearbeiteten Verordnung, welche die Luftfahrt statt die
Bürger
schützt, nicht zufrieden und hat eine ganze Liste von
Änderungswünschen.
28.1.2010 Bundesumweltamt
lehnt Verordnungsentwurf des BMVIT klar ab
Das Umweltbundesamt hat zum Entwurf der LuIV eine Stellungnahme abgegeben.
Hauptkritikpunkte sind vor allem die Höhe der
Schwellenwerte und das mit der Verordnung festgelegte
Irrelevanzkriterium von 2 dB. Einer
Zustimmung zur Verordnung in der
vorliegenden Form durch den Umweltminister fehlt also die fachliche
Grundlage. Auf der Homepage des Bundesumweltamts
ist auch zu lesen, dass das Erkrankungsrisiko für Herz- und
Kreislauferkrankungen bereits ab Fluglärmbelastungen von 40
Dezibel ansteigt. Gesundheitsschädlichen
Fluglärm
über 40 dB(A) Dauerschall für zumutbar zu
erklären,
erscheint daher hochgradig unlogisch.
27.1.2010 Auch
Gutachten im Auftrag des BMVIT zeigt Unsinnigkeit und
Gesundheitsschädlichkeit der darin empfohlenen Grenzwerte
Zu der kurz vor Weihnachten in
Begutachtung gegebenen Verordnung
des Infrastrukturministeriums existiert auch ein Gutachten, welches von Umweltmedizinern der
Universität Wien erstellt wurde.
Das Gutachten und die darin empfohlenen Grenzwerte widersprechen sich
aber. So wird im fachlichen Teil des Gutachtens darauf hingewiesen,
dass die Störwirkung von
Fluglärm am besten durch die C-bewertete Lärmkurve
also Grenzwerte nach dB(C) wiedergegeben wird (Abschnitt
3.5.8 Seite 16), während eine Empfehlung für
Grenzwerte nach dB(A) abgegeben wird. Weiters ist auch aus
dem Gutachten auch erkennbar, dass die abgegebenen Empfehlungen
gesundheitsschädlich
sind. Wie gesundheitsschädlich diese wirklich sind, wird aber
erst
klar wenn man die im Gutachten verwendete Orginalliteratur zum
Bluthochdruck liest und deren Angaben in der zentralen Tabelle des
Gutachtens einträgt:

Abenteuerlich erscheint
aber auch, wie
aus der Tabelle 8 im Abschnitt 5.1.7 ab Seite 72 Empfehlungen
für
Grenzwerte abgeleitet werden. Da wird die Studie von Eriksson,2007
welche den Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Fluglärm an
Hand von 24 Stundenwerten größer bzw.
kleiner 50 dB(A)
Dauerschall und nur für Männer untersucht hat, dazu
verwendet
um die HYENA Studie von Jarup, 2008
die sich mit dem Nachtfluglärm und den Auswirkungen auf
Bluthochdruck ab 34 dB(A) beschäftigt hat, für
irrelevant zu
erklären. Dann wird nicht nur beim Dauerschall sondern auch
bei
den Spitzenschallpegel darüber hinweggesehen, dass die Studie
von
Eriksson gar nicht für nächtlichen Fluglärm
erstellt
wurde und auf Grund der Art der Auswertung gar keine Aussagen
darüber treffen kann, ob Fluglärm nicht auch schon
unter 50
Dezibel gesundheitsschädlich ist. Das mit dem nochmals um 2
Dezibel erhöhten Grenzwert kein vernünftiges
Durchschlafen
mehr möglich ist, geht sogar aus der Tabelle des Gutachtens
hervor.
Genauso
unwissenschaftlich liest sich die Ableitung der Empfehlung für
den Fluglärm unter Tags.
Hier werden einfach 10 dB(A) zum vorher ermittelten Grenzwert
für Nachtfluglärm addiert, obwohl aus der in der
Tabelle
angeführten Studie mit bereits
25% Belästigten nur 52 statt 62 dB(A) Dauerschall
für
Fluglärm unter Tags ermittelt wurde. Dass bereits ab 45
Dezibel
nur noch eine durchschnittliche kognitive Entwicklung von Kindern
möglich ist d.h. Fluglärm bereits darunter negative
Auswirkungen hat, wird an der Stelle des Gutachtens, wo es um die
Empfehlung geht, einfach ignoriert, ist aber aus der Tabelle eine Seite
davor ersichtlich.
Dass auch das Gutachten die eigene Empfehlung auf Seite 73 bereits 2
Seiten weiter hinten kritisiert, erweckt den Eindruck, dass auch die
Autoren des Gutachtens die empfohlenen Werte für bedenklich
halten
und die in der Verordnung
stehenden
Werte für zumutbaren Fluglärm bereits vor der
Erstellung des
Gutachtens von der Flugverkehrslobby festgelegt wurden. Gesundheitsschädlichkeit
war dabei offensichtlich kein Kriterium. Eine Festlegung der
Grenzwerte für Fluglärm, wie sie im Entwurf der
Verordnung des
Infrastrukturministeriums stehen, lässt sich durch das
Gutachten
jedenfalls nicht rechtfertigen. Insbesondere im Licht der
letzten Studienergebnisse
von Prof. Greiser,
welche wesentlich besser abgesichert sind, als die meisten wenn nicht
alle bisherigen Studien und welches die Schädlichkeit von
Fluglärm bereits ab 40 bzw. 32,25 dB(A) Dauerschall nachweist,
wäre das in
Kraft setzen der Verordnung in der vorliegenden Form umwelt- und
gesundheitspolitisch grob
fahrlässig. Das gilt auch für eine ganze
Reihe anderer Punkte
in der geplanten Verordnung,
die statt die Bürger vor dem
Flugverkehr den Flugverkehr vor den Bürgern schützen
soll.
24.1.2010 Flugspuren
zeigen auf - Fluglärmterror über den dicht
besiedelten Liesing ohne technische Notwendigkeit
Eine Überlagerung Flugspuren
für die Starts- und Landungen am 22.1.2009 zwischen 14 und 15
Uhr
zeigt, dass es sich hier um eine verkehrsarmen Zeiten
gehandelt
hat, in der also ohne nachvollziebare Notwendigkeit über
Liesing
gestartet wurde.

Bei 11 Landungen pro Stunde sollte es eigentlich kein Problem sein,
beispielsweise auf
der Piste 34 mit einer Rechtskurve Richtung Nordwesten über
weitgehend unbesiedeltes Gebiet zu starten. Stattdessen wurde aber 4
Starts über das dicht
besiedelte Liesing durchgeführt (betroffener Bereich rot
umrandet)
- unter anderem wurden damit 100.000 Menschen dem Lärm eines
400t
schweren chinesichen Frachtflugzeugs ausgesetzt, welches über
Liesing noch nicht einmal 2km Höhe erreicht hatte.
Diese Beispiel zeigt wieder einmal, wie einseitig der Flugverkehr am
Flughafen Wien auf die Interessen der Fluglinien abgestimmt ist. Denn
weniger Aufwand bei der Austro Control bedeutet weniger
Arbeitsplätze bei der Austro Control und damit
geringere Kosten für die Fluglinien.
Das gilt auch für die Flugroute über Liesing als
ganzes. Denn
leichte Vorteile für die Airlines wie kürzere
Flugrouten und
der Aufbau nicht benötigter Kapazitätsreserven
rechtfertigen
noch lange nicht, dass die Lebensqualität von 100.000 vor 2004
nicht vom Fluglärm Betroffenen zerstört wird und der
Allgemeinheit entsprechend hohe, aber leicht vermeidbare
Gesundheitskosten (Studie von Prof. Greiser mit dem Titel
"Tödlicher Lärm" im Spiegel)
aufgebürdet werden.
Daher sind hier dringend klare Regelungen zum Schutz der
Bevölkerung vor der Willkür des Flugverkehrs
erforderlich, zu
denen auch der Entzug der Genehmigung für
die Flugroute
über Liesing gehört!
23.1.2010 Dröhnende
Überflüge auf der Flugroute über Liesing -
von
Einhaltung der Versprechen der Wiener Stadtregierung keine Spur
Weckflüge, dröhnende
Überflüge im Minutentakt bis in den späten
Abend, der
tägliche Mittagsangriff
mit schwer beladene Interkontinentalflugzeugen nach New
York, Washington und Toronto und zuletzt ein chinesisches
Frachtflugzeug nach Frankfurt über dem
dicht besiedelten Liesing
machen wieder einmal klar, was die Flugverkehrslobby von
volkswirtschaftlichen Überlegungen und Rücksichtnahme
auf die
Allgemeinheit hält.

Davon dass es durch die 2004 überfallsartig nach Liesing
verlegte Flugroute zu keiner zusätzlichen
merk- oder messbaren Lärmbelastung kommen sollte, ist in dem
Wohngebiet von 100.000 Menschen noch immer nichts zu
merken. Doch für die heurigeWien-Wahl zählen nur noch
überprüfbare Tatsachen, denn realitätsferne
und nicht
annähernd eingehaltene Versprechen helfen genauso wenig, wie jahrelange Realitätsverweigerung.
22.1.2010 Beinahezwischenfall
über Liesing?
Die zwei Flugzeuge, die sich am
12.10.2010 um 15:30 mit erstaunlich geringen vertikalen und zeitlichen
Abstand über Liesing entgegen gekommen sind, sind
auch in den überlagerten Flugspuren sichtbar
(roter Pfeil neben aufsteigenden startenden Flugzeug, blauer Pfeil
neben landenden Flugzeug). Diese
Bilder bestätigen den Eindruck, dass
die Flugrouten über Liesing keinen besonderen Beitrag zur
Sicherheit des Flugverkehrs leisten.

Auch wenn eine entsprechende
Anfrage
an die Austro Control vom 14.1.2010 nach mehr als einer Woche
noch immer
unbeantwortet ist, zeigt der Vorfall, dass kreuzende
Flugbewegungen auch ohne offensichtliche Notwendigkeit
erfolgen. Und warum sich kreuzende Überflüge gerade
am Rande des dicht
besiedelten Liesings über hügeligem
Gebiet sicherer sein sollen, als über flachen und nur
sehr dünn besiedelten Gebiet nördlich von Wien,
ist ebenso wenig erkennbar, wie der Grund dafür, dass
ausgerechnet über dichtest besiedelten Gebiet gestartet und
gelandet wird. Aber vielleicht gibt es hier ja auch einen Zusammenhang
mit dem permanenten Personalmangel bei der Austro Control?
6.1.2010
Infrastrukturministerium
hat einen Entwurf für gesundheitsschädliche
Fluglärmzumutbarkeitswerte in Begutachtung gegeben.
Kurz vor Weihnachten hat das
Infrastrukturministerium eine Verordnung in Begutachtung gegeben, in der
die künftigen Zumutbarkeitswerte für
Fluglärm festgelegt werden.
Nicht nur, dass diese Grenzen auf einer für Fluglärm
ziemlich
ungeeigneten Bewertung nach dB(A) beruhen, werden damit auch die
bereits bekannten medizinischen Kriterien für die
Gesundheitsgefährdung durch Fluglärm bei Weitem
überschritten.
| Wert |
Zumutbar laut
geplanter Verordnung - |
Gesundheitsschädlichkeit
/ Empfehlungen Maximalwert WHO |
|
LAeq Tag
|
62 dB(A) (Jahresdurchschnittswerte)
|
signifikante Erhöhung des Risikos für
verschiedene Krankheiten wie Schlaganfälle und Depressionen ab
40
dB(A) (neueste Studie Prof. Greiser, sechs verkehrsreichste
Monate), nur noch durchschnittliche kognitive Entwicklung bei
Kindern bei 45 dB(A) |
|
LAeq Nacht
|
52 dB(A)
(Jahresdurchschnittswerte)
|
Laut WHO bereits moderate Effekte im Bereich 30 dB(A) - 40
dB(A), als allgemeiner Grenzwert gilt 40 dB(A), wobei für
Fluglärm entsprechend der Art des Lärms niedrigere
Grenzwerte
gelten müssten (Tageswerte) |
|
LAmax
|
6
mal 71 dB(A)
(Jahresdurchschnittswerte)
|
Laut WHO maximal 60
dB(A), wobei für Fluglärm entsprechend der Art des
Lärms niedrigere Grenzwerte gelten müssten |
Bei Überschreitung sind auf Kosten des Flughafens
Schallschutzfenster einzubauen, danach oder bei Weigerung des Besitzers
diese einzubauen gilt der Fluglärm als zumutbar. Wer sich im
Freien aufhält, ist somit selber schuld.
Weiters scheint es damit möglich, den Fluglärm durch
Flughafenausbauten alle 5 Jahre um 2 Dezibel zu steigern, ohne dass
eine Überschreitung der Zumutbarkeit vorliegt - obwohl das
beinahe einer Verdoppelung der Überflüge entspricht.
Sollte beim Bundesministerium für Verkehr, Innovation und
Technologie
bis zum 29. Jänner 2010 keine Stellungnahme einlangen, wird
(dort)
davon ausgegangen, dass gegen den Entwurf keine Bedenken bestehen.
Kommt die Verordnung in der eingereichten Form, wäre damit ein
weiterer Schritt Richtung hemmungsloser Zerstörung der
Lebensqualität und Gesundheit durch
Fluglärm gesetzt.
Denn was genehmigt oder verordnet ist, wird - wie am Beispiel der
Flugrouten über Liesing zu sehen ist - von der
Flugverkehrslobby
auch ohne Rücksicht auf die Interessen der Allgemeinheit
(aus)genutzt.
16.12.2009
Gesundheitsschädlichkeit von Fluglärm erneut
bestätigt - Flugrouten über Liesing
gesundheitsschädlich
Eine Zusammenfassung einer noch
unveröffentlichten Studie von Prof. Greiser mit dem Titel
"Tödlicher Lärm" im Spiegel macht
darauf aufmerksam, dass Fluglärm
bereits ab 40 dB(A) statistisch nachweisbar zu
Gesundheitsschäden führt. Statistische
Auswertungen der Lärmmessungen der BI-Liesing am Maurer Berg
zeigen: dieser Wert
wird in Liesing beinahe täglich überschritten,
insbesondere in den
Abendstunden, wodurch auch jene stark betroffen sind, die
woanders arbeiten, sich aber in Liesing vom Arbeitsalltag erholen
wollen. Fluglärm
bis 22h beeinträchtigt aber auch regelmäßig
die Nachtruhe! Leserbrief
in der Kronenzeitung

Auch ein unlängst von VCÖ publizierter Artikel mit
dem Titel auch "leiser" Lärm ist
gefährlichbestätigt
die Aussage von Univ.-Prof. Hutter, dass es keine Grenze
gibt, unter der Fluglärm unbedenklich ist. Weiters wird in dem
Artikel auch auf die
besonders unangenehmen Eigenschaften tieffrequenten Lärms
hingewiesen, wie er für den Fluglärm in Liesing
charakterisisch ist. Das tiefe
Dröhnen lässt sich durch so genannte
objektseitge Maßnahmen wie Schallschutzfenster nicht
vernünftig in den
Griff bekommen. Die
erfolgsversprechende
Maßnahme ist daher der Ersatz von Flugrouten über
dicht
besiedeltes Gebiet durch Alternativen, bei denen
möglichst
über unbesiedeltes Gebiet geflogen wird.
Für die Flugrouten über Liesing gibt es diese
Alternativen.
Daher ist es alleine schon um die Gesundheitskosten zu senken, ein Gebot der politischen Vernunft,
die seit 2004 überfallsartig nach Liesing verlegten Flugrouten
wieder zurückzunehmen
und sich auch für andere Flugrouten über dicht
besiedeltes
Gebiet Alternativen zu überlegen, bei denen weniger
Menschen
vom Fluglärm betroffen sind!
11.12.2009 Verwirrspiele mit
Fluglärmbetroffenen - Realtitätsverweigerung
für Fortgeschrittene
Auf
die Presseaussendung
der parteiunabhängigen "BI-Liesing gegen Fluglärm" am
9.11 in
der Frage aufgeworfen wurde, ob die Betroffenen zu unbequem
für
den Dialog sind
und deshalb aus der Stadtkonferenz ausgeladen worden sind, hat
es auch eine ganze Reihe weiterer Reaktionen gegeben. So hat
die FPÖ die Wiedereinladung der
parteiunabhängigen "BI-Liesing gegen Fluglärm" und
die 3. Piste gefordert.
Die darauf hin von Herrn Gemeinderat Valentin verfassste
Presseaussendung mit dem Titel Dialogforum
Flughafen - SP-Valentin: "BI-Liesing ist weiterhin in der
Stadtkonferenz vertreten" und vom
Flughafen-Dialogforum mit dem Titel Dialog hilft Flughafen-Anrainern weit
über gesetzlichem Rahmen zeigen die bereits gewohnte
Mischug aus Realitätsverweigerung und Verwirrspiel.
Eingeladen oder Nicht
Eingeladen?
Im Fall der Presseaussendung von Herrn Valentin vom
9.12.2009 geht das Verwirrspiel ins Leere.
– Die „BI Liesing gegen
Fluglärm“ und die
„BI Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3.
Piste“
werden durch dieselben Personen repräsentiert, von denen
niemand
je eine Einladung zur Stadtkonferenz erhalten hat. Dass Herr
Gemeinderat Valentin aus der Formulierung: „Da es sich um
keine
öffentliche Veranstaltung handelt, können nur jene
Personen
an der Sitzung teilnehmen, die auf meiner Einladung angeführt
sind.“ den Schluss zieht, die BI „Liesing gegen
Fluglärm“ sei in der Stadtkonferenz weiterhin
vertreten,
entbehrt daher ebenso der Realität, wie Valentins
Aussage, dass es die von Herrn Gemeinderat Mahdalik thematisierten
und mittlerweile
von der Austro Control bestätigten nächtlichen
Überflüge am 11.3.2009 nie gegeben
hätte.
Auf eine entsprechende Presseaussendung der BI-Liesing
und Forderungen
der FPÖ und der Grünen
nach Wiedereinladung der „BI Liesing gegen
Fluglärm
und gegen die 3. Piste“ in Stadtkonferenz und einer
Lärmmessung, welche die Betroffenheit der BürgerInnen
richtig
wiedergibt, gab es auche eine Presseaussendung mit dem
scheinbar erfreulichen Titel SP-Valentin: "Zur Stadtkonferenz wurden und
werden Vertreter aller Bürgerinitiativen eingeladen.
Für jemanden, der die Fakten kennt, erscheint der Inhalt aber
als ungebremste
Fortsetzung der bereits bekannten Realitätsverweigerung:
| Aussage
Valentin |
Bekannte
Fakten |
| Aus der Stadtkonferenz zum Dialogforum Flughafen ist keine
Bürgerinitiative ausgeschlossen worden. Auch nicht die
Bürgerinitiative
'Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste' |
Wie bereits oben stehend beschrieben, hat von
der „BI Liesing gegen Fluglärm und gegen die 3.
Piste“ niemand
je eine Einladung erhalten, die Einschränkung
auf eingeladene war somit eine eindeutige Ausladung. |
| Der gestrige
Termin der Stadtkonferenz musste übrigens abgesagt
werden...Der einzige
Vertreter des Flughafens war erkrankt. |
Üblicherweise gibt es mehrere Vertreter des Flughafens,
auch dieses Mal waren 2 Vertreter des Flughafen
eingeladen. |
| Zur nächsten Stadtkonferenz werden
selbstverständlich wieder VertreterInnen aller
Bürgerinitiativen eingeladen
- wie auch in der
Vergangenheit. |
siehe oben |
| Die Messeinheiten
zur Schallmessung sind national und
international von der WHO, der Europäischen Kommission und in
österreichischen Gesetzen festgelegt."Es
ist illusionär zu glauben, dass wegen und für Wien
diese
Regelungen geändert werden können. Es wäre
wünschenswert, wieder zu einer sachlichen Diskussion
zurückzukehren und sich nicht von parteipolitisch motivierten
Vorwahlkämpfen leiten zu lassen", sagt Erich Valentin. |
Tatsächlich erklärt die WHO, dass die
Lärmmessung
nach dB(A) für tieffrequenten Lärm (wie in
Flugzeugtriebwerke produzieren) ungeeignet ist und verweist auf eine Messung
nach dB(C),
was sich aber noch nicht in den gesetzlichen Vorgaben für die
Lärmmessung von Fluglärm in Österreich
niedergeschlagen
hat. Die Weigerung entsprechende
Hörbeispiele in die Tagesordnung der Stadtkonferenz
mitaufzunehmen dient jedenfalls nicht der sachlichen Diskussion. |
Die von den Fakten völlig losgelöste Argumentation
der
Flugverkehrslobby zieht sich wie ein roter Faden durch die
Fluglärmdebatte und gipfelt darin, dass den Betroffenen
die Verlegungen von Flugrouten von der Flughafenhotline über
das
dicht besiedelte Liesing als Verbesserung verkauft wird.
Leider gilt hier "Unwahrheiten
ständig wiederholen macht sie nicht wahrer! (Zitat aus einer Presseaussendung von Herrn
Gemeinderat Valentin)
Auch die Darstellung
des Dialogforums in der Presseaussendung vom 9.10.2009 strotzt vor
Aussagen, die diesen Verein als Freund und Helfer der
Fluglärmbetroffenen
erscheinen lassen. Ein Vergleich mit den Fakten zeigt hier ebenfalls
ein Ausmaß an Beschönigung, dass einer
Realitätsverweigerung gleich kommt:
- Das hoch gepriesene Lärmschutzprogramm
stützt sich auf
Bewertungen nach dB(A), womit die Ergebnisse schon aufgrund des
Wegschneidens der tiefen Frequenzen die Betroffenheit nicht richtig
wiedergeben können.
- Trotz der vielbejubelten Nachtflugregelung werden jede
Nacht
tausende Menschen mehrfach aus dem mit 6h ohnehin viel zur kurz
bemessenen Schlaf gerissen.
- Nicht unerwähnt sollte aber auch bleiben, was das
Dialogforum und sein Vorgänger Mediationsverfahren
für
Liesing und dessen Umgebung „erreicht“ haben. So
wurde
über die bis 2004 praktisch fluglärmfreie Wohngegend
von
100.000 Menschen überfallsartig Start- und Landrouten gelegt.
Das
von der Mediation ins Dialogforum übernommene Motto
„dass
über möglichst wenig besiedeltes Gebiet geflogen
werden
sollte“, klingt seither für die Bewohner des dicht
besiedelten 23.Bezirks wie ein schlechter Witz.
Weiters fällt auch auf, dass der Autor den Betroffenen nicht
zugesteht, gegen seine
Ansichten zu argumentieren. Was Herr DI Hesina auch geflissentlich
verschweigt, ist, dass die vom Flughafen bezahlte und von ihm
geführte
Organisation Dialogforum für den Beitritt die Unterzeichnung
eines
Maulkorbvertrags verlangt.
Solange die Flugrouten
über dem
dicht besiedelten Liesing nicht zurückgenommen werden, solange
sind alle Aussagen des Dialogforums von Verbesserungen für
Fluglärmbetroffene nur als hohle Phrasen einzustufen.
10.12.2009 Artikelsuchrätsel
Die
Abend und Tagesausgabe der Kronenzeitung vom Donnerstag , 10. Dezember
2009 unterscheidet sich auf der Seite 22 in einem Artikel -
Welcher ist das?
 |
 |
| Abendausgabe |
Tagesausgabe |
Lösung
und Diskussion
7.12.2009 Dialogforum verweigert Dialog - Liesinger
Fluglärmbetroffene wurden von Stadtkonferenz am 10.12.
ausgeladen
Eine
Anfrage an das Dialogforum Flughafen Wien
betreffend der Aufnahme bestimmter Punkte in die Tagesordnung der
nächsten Stadtkonferenz wurde mit der Ausladung aller nicht
explizit eingeladenen Teilnehmer beantwortet. Für BI
"Liesing
gegen Fluglärm und die 3. Piste" und andere engagierte
Fluglärmbetroffene heißt es also entgegen früheren
Zusagen bei der Stadtkonferenz am nächsten
Donnerstag "Bitte
draußen bleiben!". Wie heißt es so schon auf der
Homepage des Dialogforums dazu: Das Dialogforum ... setzt ... die Kommunikationskultur des
Mediationsverfahrens fort. Dort
wurde ja auch die Flugroute über Liesing in Abwesenheit eines
Liesinger Vertreters beschlossen, die auch vertretene Gemeinde Wien hat
die Lebensqualität im 23. Bezirk laut eines Mitarbeiters der
Wiener Umweltanwaltschaft gegen ein Nachtflugverbot auf der
Westeinflugsschneise getauscht.
Begründung für diese Dialogverweigerung durch das
Dialogforum gibt es keine, es
entsteht aber der Eindruck, dass man einer sachlichen Diskussion mit
gut informierten Fluglärmbetroffenen ausweichen will.
Symptomatisch dafür ist auch die Nichtaufnahme teilweise schon
zugesagter Punkte in die Tagesordnung:
- Hörbeispiele,
welche geeignet sind wiederzugeben,
dass die Messung nach dB(A) genau jene Frequenzen wegschneidet, die
für Flugzeuge repräsentativ sind (die WHO
führt dazu
aus, das diese Art der Messung ungeeignet ist, die Stadt Wien will
unbedingt daran festhalten)
- Fragen nach einer nachvollziehbaren Begründung
für die Verlegung der Flugroute nach Liesing
- Erklärungen warum die Gemeinde Wien und die Wiener
Umweltanwaltschaft die Rechte der Wiener im "UVB-Verfahren" nicht
wahrnehmen können oder wollen
- Diskussion über die Wirksamkeit der neuen
Lärmgebühren
Demokratiepolitisch ist das jedenfalls ein weiteres
Armutszeugnis für die Wiener Stadtregierung, die für
diese
"Ausladungen" verantwortlich zeichnet. Zuerst wurde seitens der Wiener
Stadtregierung einer Flugroute
über Liesing zugestimmt, dann Verbesserungen
versprochen und
nach einer nur kosmetischen Verbesserung im wesentlichen nur noch
beschwichtigt statt gehandelt. Jetzt sind wir bei der aktiven
Verweigerung des Dialogs mit den Betroffenen angelangt. Jene
knapp 800 Liesinger welche erst
unlängst eine Stellungnahme zum UVB-Verfahren des Flughafen
Wiens
unterschrieben haben, in dem die Betroffenen eine Einstellung der
unsinnigen Flugroute über Liesing fordern, sind jedenfalls
sicher
nicht die einzigen, die sich von Dialogforum und den darin verstrickten
Politikern
für dumm verkauft vorkommen. Diskussion
...
Presseaussendung:
Fluglärm-Betroffene zu unbequem für Dialog?
“First they ignore you, then
they laugh at you, then they fight you,
then you win.” Mahatma Gandhi
7.12.2009 Weitere unterschriebene
Stellungnahmen der BI "Liesing gegen
Fluglärm" zum ex-post Umweltverträglichkeitsbericht
Flughafenausbau eingelangt
Auf Grund der schleppenden Zustelltung kommen viele an sich rechtzeitig
unterschrieben Unterschriftenlisten erst nach dem 3.12 im Postfach der
BI-Liesing. Insgesamt dürfte als mit 800
Unterschriften oder
mehr zu rechnen sein.
3.12.2009 765
unterschriebene Stellungnahmen der BI "Liesing gegen
Fluglärm" zum ex-post Umweltverträglichkeitsbericht
Flughafenausbau im Infrastrukturministerium eingebracht
Die Stellungnahme
gegen den
rücksichtlosen Flughafenausbau hatten bis am
Donnerstag
den 3.12.2009 in der Früh bereits 765 engagierte
BürgernInnen
unterschrieben. Das so viele Liesinger und ihre Nachbarn die
Stellungnahme gegen den rücksichtlosen Flughafenausbau und
für die Rücknahme der Flugrouten über ihren
dicht
besiedelten Gebiet unterschrieben haben, zeigt nicht nur die
enorme Betroffenheit durch Fluglärm in Liesing und Umgebung,
sondern auch, dass die Liesinger nach wie vor nicht bereit sind, sich
ihre Lebensqualität und Gesundheit zu Gunsten minimaler
Vorteile
für den Flugverkehr, zerstören zu lassen.
Zusammen mit den Unterschriftenlisten die beinahe einen ganzen
Ordern füllen, hat die Bürgerinitiative BI
"Liesing gegen
Fluglärm" auch die
gemeinsam erarbeiteten 39 Seiten an Erläuterung zur UVB
Stellungnahme der BI
beim BMVIT abgegeben. Die wichtigsten Kritikpunkte am Umweltverträglichkeitsbericht
des Flughafens sind:
- In Liesing und Umgebung ist
es bereits jetzt zu einer untragbaren
Belastung mit Fluglärm gekommen, insbesondere durch die seit
2004
überfallsartig auf Liesing verlegten Flugrouten die mit den
Flughafenausbauten in Zusammenhang stehen und die es in der
Ausgangsvariante (Nullvariante = Flugrouten von 2003) noch gar nicht
gab.
- Das es laut
Umweltverträglichkeitsbericht in Liesing gar
keinen Fluglärm gibt, beruht auf einer Reihe von
Schmähs:
- Der dröhnende
basslastige Fluglärm startender oder weiter entfernter
Flugzeuge wird bei den Berechnungen und Messungen
des Flughafens weitgehend ignoriert - dBA statt dBC
- Die
Fluglärmwerte in Liesing sind im UVB schon
alleine deshalb um mindestens 10 Dezibel niedriger als in der
Realität
- bei den Berechungen des UVBs
wird fälschlicherweise davon
ausgegangen, dass Liesing flach ist - das verwendete Programm kennt
keine Topographie - Geländehöhe
und Verstärkung
durch auflaufende Schallwellen, wie sie zumindest für Teile
Liesing charakteristisch sind, werden ignoriert
- für die 2020 wurde
unrealistischer Weise angenommen, dass
über 43% der Flugzeuge deutlich leiser sind, allerdings nur
wenn
der Flughafen ausgebaut wird (Planvariante).In Nullvariante ohne
Flughafenausbauten fliegen 2020 - seltsamerweise - immer die
alten lauten Flugzeuge. Die
Steigerung des
Fluglärms
durch die Flughafenausbauten wird im UVB damit jedenfalls gezielt
verharmlost. Es entsteht
der Eindruck, dass die Autoren und/oder Auftraggeber des
Umweltverträglichkeitsberichts
glauben, Bevölkerung und
Politiker unbeschränkt für dumm verkaufen zu
können!
- Die Anzahl der
Flugbewegungen ist in der Nullvariante höher als im Geschäftsbericht
des Flughafens angesetzt, in der
Planvariante niederer als in einer Studie der TU-Wien angesetzt. Damit
werden nicht nur der Fluglärm sondern auch alle
anderen
Umweltprobleme, die der steigende Flugverkehr verursacht,
unzulässig verharmlost, dass die
Steigerung des Flugverkehrs im UVB nur einen Bruchteil der
tatsächlich möglichen Steigerung ausmacht.
Der Umweltverträglichkeitsbericht
des Flughafens zeigt also nur, dass man es dort offensichtlich nicht
für notwendig hält, sich ernsthaft mit dendurch den
Flugverkehr verursachten Umweltproblemen auseinanderzusetzen. Auf Grund
der zahlreichen Unterschriften und der aufgedeckten Schmähs
ist
allerdings zu bezweifeln, dass das weiterhin so durchgeht. Damit
steigen aber auch die Chancen, dass die Forderungen nach
lärmschonenden
Fliegen und der Einstellung der Flugrouten über Liesing
endlich
ernst genommen werden müssen!
Dazu wurden die folgenden Anträge im
„UVB-Verfahren“ gestellt:
Der Flughafen Wien AG und der Austro Control GmbH mögen die
folgenden Auflagen erteilt werden:
• ein Nachtflugverbot (im Raum
Wien im Zeitraum
zwischen 19h-9h)
• ein generelles Startverbot
über dicht
besiedeltes Gebiet,
• verpflichtende
lärmschonende
Anflugverfahren und
• die Einstellung
aller Flugrouten (Starts
auf STO4C, LANUX1C, KOVEL1C, MOTIX1C, SNU2C usw. sowie Landungen),
deren Lärmauswirkungen den Wiener Bezirk Liesing betreffen
1.12.2009 Infoabend im
Gasthaus Brandauer
Beim
dem von 16 Teilnehmern besuchten Infoabend der
BI-Liesing waren auch viele neue Gesichter zu sehen. Neben einen
ausführlichen Vortrag zur Flughafenpolitik in
Österreich, den Tricks der Flughafenlobby und den
UVB-Bericht
des Flughafens, war auch ausreichend Zeit für eine spannende
Diskussion. Themen waren u.a. die Fragen, wie man sich gegen den
unzumutbaren Fluglärm zu
Wehr setzen kann und wie vom Fluglärmbetroffene von
der
Flughafenhotline auch noch für dumm verkauft werden.
24.10.2009 Wieder
über 60
Stellungnahmen gegen Flughafenausbau auf Kosten der Liesinger bei Info-
und Diskussionsveranstaltung
"5
Jahre Fluglärmterror über Liesing sind
genug!" beim Merkur Breitenfurter Strasse unterschrieben
Bei der letzten Info- und
Diskussionveranstaltungen wurden trotz des kalten Wetters wieder 65
Stellungnahmen zur nachträglichen
Umweltverträglichkeitsprüfung des Flughafens
von
engagierten Bürgern aus Liesing und den angrenzenden
Gebieten unterschrieben. Ein klares Signal
dafür, wie sehr die Menschen in Liesing und Umgebung die
rücksichtlose und unnötige Verlegung von Flugrouten
auf dicht
besiedeltes Gebiet nervt.
11.11.2009
Treffen der BI Liesing
gegen Fluglärm ab 19h
Beim
trotz Schweinegrippegefahr recht gut besuchten Treffen wurden
Möglichkeiten diskutiert, weitere Stellungnahmen
zu den Flughafenausbauten und der Forderung nach
vernünftigeren Flugrouten
zu sammeln. Geplant ist sowohl das Verteilen, als auch das Verschicken
von Unterschriftenlisten und eine weitere Infoverannstaltung am Samstag
den 21.11.2009 beim Merkur ab 9h. Weiters sind wir auf der Suche nach
Geschäftslokalen, welche die Unterschriftenlisten auflegen
möchten.
06.11.2009
Auswertung der Lärmmessungen am Nationalfeiertag zeigen weit
über 100 laute Fluglärmereignisse und eine
Überschreitung aller Grenzwerte
Die
Auswertung der zahlreichen in Liesing am
Nationalfeiertag hörbaren Starts zeigt die unzumutbare
Belastung
Liesings mit Fluglärm. Durch die Überlagerung der 3
Lärmmessstationen Maurer
Berg,
Maurer
Berg 2 und Kadolzberg
ist es möglich, Fluglärmereignisse mit sehr hoher
Sicherheit
als solche zu identifizieren. Diese sind als Lärmereignisse
mit
roten Kreis um die Spitze eingetragen:

Die statistische Auswertung der Station Maurer Berg
bestätigt die subjektiv wahrnehmbare, unzumutbare
Belastung
durch lauten Fluglärm ab 6h45:
- weit über 100 laute
Fluglärmereignisse (Flugrouten über Liesing
und Maria-Enzersdorf)
- 73
Fluglärmereignisse über 65 Dezibel, 42
Fluglärmereignisse bereits über 70 Dezibel
- über 30 Starts in
den sensiblen Tagesrandzonen
- 6 nächtliche
Überflüge, davon 4 über den von der
WHO vorgegebenen 60 Dezibel
- Durchschnittswerte von 58,7
für den Tag bzw. 57 Dezibel für die Tagesrandzonen
die damit weit über den von der WHO
vorgegebenen Grenzwerten
von 50 bzw. 55 Dezibel für den Tag und 40 bis 50 Dezibel
für
den Abend liegen. Dass die physisch vorhandenen Dezibel nicht nach der
in den Grenzwerten angegebenen A-Kurve gefiltert sondern bei der
Messung entsprechend der C-Kurve
an das menschliche Gehör angepasst wurde, entspricht der
Forderung
der WHO nach Berücksichtigung des tieffrequenten
Lärms.
Die
Richtigkeit der Lärmmessung
wird dadurch bestätigt, dass bei der einige hundert Meter
entfernten Nachbarstation Maurer Berg 2 sehr ähnliche Werte
gemessen wurden. Die
Durchschnittswerte weichen hier mit 57,2 für den Tag bzw. 57,6
Dezibel nur um 1-2 Dezibel ab.
04.11.2009
Flugspuren für
den Nationalfeiertag zeigen Beinahe-Abstürze und nicht
existierende Flüge
Bei
einen Abgleich zwischen den
Ergebnissen der Lärmmessung und den Flugspuren für
den
26.10.2009 hat sich gezeigt, dass die aus Daten der Austro Control
gespeisten und vom Flughafen betreuten Flugspuren offensichtlich falsch
und unvollständig sind. Erstens fehlen einzelne
Überflüge wie der um 14:37 und 14:58 über
Liesing, die
in den
Lärmmessungen mehrerer unabhängiger Stationen
sichtbar sind
in den Flugspuren, was den Schluss nahe legt, dass es sich entweder um
UFOs handelt oder dass die Flugspuren unvollständig sind.
Zweitens
zeigen die vorhandenen Flugspuren auch eine Reihe
von Beinahe-Abstürzen,
wie z.B. den um 14:49, wo das Flugzeug innerhalb weniger Sekunden von
10.000 Fuß (graue Linie im Detailbild) auf
1000-2000
Fuß (blaue Linie, 300-600m) herunterfällt.

Nachdem es an diesem Tag eine ganze
Reihe dieser plötzlichen
Höhenänderungen
gegeben hat, ist anzunehmen, dass es sich
hier "nur" um einen Fehler in der den Flugspuren zu Grunde liegenden
Datenbank handelt.
Die systematische Veröffentlichung
falscher und unvollständiger Daten, erweckt jedenfalls den
Eindruck, dass der Flughafen kein besonderes Interesse daran hat, die
Bevölkerung über die tatsächlichen, nicht
zuletzt durch
den Ausbau den Flughafens und die Mediation verursachten
Flugaktivitäten zu informieren. Weiters ist die
Benutzeroberfläche nach wie vor recht hakelig, hier
wäre eine
ganze Reihe an Optimierungen
sinnvoll. Generell entsteht der Eindruck, dass das auch in
diesem Zusammenhang praktizierte Abschieben
von
Verantwortung einer Behörde ACG auf eine Privatfirma FWAG
wieder einmal dazu dient, die vom Fluglärm
Betroffenen auszutricksen!
Davon abgesehen stellt sich die Frage, was im Falle eines
tatsächlichen Absturzes - z.B. auf die Wohntürme von
Alt-Erlaa - tatsächlich passiert und ob Flugsrouten
über
dicht besiedeltes Gebiet nicht unverantwortlich sind.
24.10.2009
Über 60
Stellungnahmen gegen Flughafenausbau auf Kosten der Liesinger bei Info-
und Diskussionsveranstaltung
"5
Jahre Fluglärmterror über Liesing sind
genug!" am
Maurer Hauptplatz unterschrieben
Bei der letzten Info- und
Diskussionveranstaltungen wurden trotz des kalten Wetters bereits
über 60 Stellungnahmen zur nachträglichen
Umweltverträglichkeitsprüfung des Flughafens
von
engagierten Bürgern unterschrieben. Unterschriftenlisten
mit der Stellungnahme der BI Liesing gegen Fluglärm
und eine Ausfüllhilfe
sind
jetzt auch elektronisch verfügbar. Ausgefüllte
Unterschriftenlisten können beim nächsten Treffen am
11.11.
um 19h im Gasthaus Brandauer am Mauer Hauptplatz, Gesslg. 4 abgegeben
werden oder an das entsprechende Postfach der BI Liesing geschickt
werden.
Damit
hat die parteiunabhängige
Bürgerinitative "Liesing gegen Fluglärm und gegen die
3. Piste" ( BI "Liesing gegen Fluglärm") alleine 2009
bereits 9 Informations- und Diskussionsveranstaltungen in
den verschiedensten Teilen Liesings durchgeführt. Die
Schlussfolgerungen aus den unzähligen Gesprächen mit
den Bürgern sind:
- Die meisten Menschen in
Liesing empfinden den
Fluglärm verstärkt als unzumutbare
Belästigung. Von einem Rückgang des Flugverkehrs war
in Liesing auch in diesem Sommer nichts zu bemerken.
- Aufreger Nr. 2 ist die
Belastung mit
gesunheitsschädlichem Feinstaub aus dem Flugverkehr.
- Weiters gibt es keine
Verständnis für:
- die enormen Steuermittel,
die von der AUA verflogen
wurden und
- die unglaublichen
Baukostenüberschreitungen beim
Skylink und dafür, dass
- Flugrouten von
Brunn/Gebirge nach Liesing verlegt wurden,
um auf Kosten der Bevölkerung Gewinn (besser: weniger
Verluste) zu machen.
- Einsparungen bei den
Airlines durch Verlegung von
Flugrouten über Liesing sind für die Betroffenen
unzumutbar und werden strikt abgehnt.
- Vielmehr gibt es die
Forderung, so zu fliegen, dass
möglichst wenig Menschen von den negativen Auswirkungen des
Flugverkehrs betroffen sind. Ein Blick auf die Landkarte
verdeutlicht,
dass es hier rund um den Flughafen genug
Alternativen
über
wenig bis nicht besiedeltes Gebiet
gibt.
Als Konsequenz wird die
Einstellung aller Flugrouten, die Liesing betreffen,
gefordert. Presseausendung 5 Jahre
Fluglärmterror über Liesing sind genug!
21.10.2009 Monatliches
Treffen der BI-Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste
Thema war die Teilnahme am nachtträglich
durchgeführtten
UVP-Verfahren, zu der eine Stellungnahme ausgearbeitet wurde, in der
die als Ausgleichsmaßnahme
für die Zunahme des Flugverkehrs die Einstellung der Flugrouten
über dicht besiedelten Gebieten insbesondere über
Liesing gefordert wird.
Weiters wurde beschlossen
dafür bereits am Samstag mit dem Sammeln der Unterschriften zu
beginnen.
15.10.2009
Nachträglicher
Umweltverträglichkeitsbericht (ex-post-UVB) zum Flughafenausbau
Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, hat das Infrastrukturministerium einen
ex-post-Umweltverträglichkeitsbericht des Flughafens
veröffentlicht. Damit
holt der Flughafen die
Umweltverträglichkeitsprüfung für
die Ausbauten der letzten Jahre nach.
Da die Belastung Liesings direkt auf eine Kombination dieser
Ausbaumaßnahmen und die ebenfalls damit in Zusammenhang
stehende
Verschiebung der Flugrouten zurückzuführen ist, plant
die BI-Liesing von der Möglichkeit der
Stellungnahme
entsprechend ausgiebigen Gebrauch zu machen. Ein generelles Startverbot
über dicht besiedeltes Gebiet und verpflichtende
lärmschonende Landeverfahren wären
sicher sinnvolle Ausgleichsmaßnahmen in
Sachen
Umweltschutz.
23.09.2009
Monatliches
Treffen der
BI-Liesing gegen Fluglärm und die 3. Piste
Beim gut besuchten Treffen gab es auch die Möglichkeit Herrn
Gemeinderat Mahdalik über die Fluglärmsituation in
Liesing zu
informieren. Thema waren auch die zahlreichen viel zu tiefen
Überflüge über Liesing. Es wurde beschlossen
Anfang
Oktober eine weitere
Informations- und Diskussionsveranstaltung zu veranstalten.
18.09.2009 Protestaktion
gegen
Fluglärm in Liesing im Wiener Gemeinderat
 |
Der
rücksichtlose Flughafenausbau zum
Transitflughafen hat nicht nur zu
einem Finanzskandal um den Skylink geführt.
Mit der Verlegung von
Flugrouten auf das dicht besiedelte Liesing für die AUA
hat man auch einen
Umweltskandal geschaffen. Auf diesen hat die parteiunabhängige
Bürgerinitiative "Liesing gegen Fluglärm und gegen
die 3.
Piste" daher auch während der Skylink-Diskussion im
Gemeinderat
aufmerksam gemacht!
Der am Foto sichtbare stumme Protest war erst der Anfang. Auf
zwei weitere Transparente mit
"5
Jahre
Fluglärmterror über Liesing sind genug!"
und
"Fluglärm
+ krebserregender Feinstaub über Liesing
NEIN Danke!"
reagierte die Rathauswache dann mit einem verärgerten: "Das
ist aber jetzt nicht
mehr lustig!" Antwort, die auch im Gemeinderatssaal gut zu
hören war: "Nicht mehr lustig ist
es, seit 5 Jahren täglich überflogen zu
werden!" |
12.09.2009 Info-
und
Diskussionsveranstaltung "5
Jahre Fluglärmterror über Liesing sind
genug!"
beim Merkur Breitenfurter Strasse
Bei
der Infoveranstaltung am Samstag, den 11.09.2009, beim Merkur-Markt auf
der Breitenfurter Strasse konnten sehr viele Menschen erreicht werden.
So war es problemlos möglich in nur 3h um
die 1000
Info-Folder und etwa 250 Presseaussendungen mit Einladung zum
nächsten Treffen der BI weiterzugeben.
Überdurchschnittlich oft wurde der Wunsch
geäußert,
gegen den Fluglärm zu unterschreiben, was zeigt, dass das
Problem
Fluglärm unter den Fingernägeln brennt.
Das zentrale Thema war die steigende Belastung durch Fluglärm
und
die Gesundheitsgefährdung durch Feinstaub. Dabei
fühlen sich
die Bürger in Atzgersdorf wie auch in Mauer immer
stärker
betroffen und von den zuständigen Politikern völlig
im Stich
gelassen. Speziell die Zustimmung des Bezirksvorstehers Wurm zur
Flugroute über Liesing stößt auf
völliges
Unverständnis!
Dass es sinnvolle Alternativen zu den Flugrouten über Liesing
gibt, war für viele noch neu. Dabei genügt ein Blick
auf die
Landkarte und auf die vielen Felder nördlich, östlich
und
südlich des Flughafens. Diese würden sich bestens
für
alternative Flugrouten eignen. Die
Frage, warum nicht endlich so geflogen wird, dass um
Größenordnungen weniger Menschen vom
Fluglärm betroffen
sind, müssen wir an die verantwortlichen Politiker, Manager
und
Beamten weiterleiten!
Liesing
wartet seit 2004
auf eine Antwort und auf die Aufhebung der Flugrouten über
dichtest besiedeltes Gebiet!
06.09.2009
Info-
und Diskussionsveranstaltung "5 Jahre Fluglärmterror
über Liesing sind genug!" beim Liesinger Naturlauf

Aus den bemerkenswert positiven Reaktionen und vielen
Gespräche
ist nicht nur hervorgegangen, dass die Arbeit der BI Liesing gegen
Fluglärm schon recht bekannt ist, sondern auch dass der
Fluglärm zunehmend nervt.
Viele Diskussionen gab es über die Notwendigkeit und
Alternativen
zu Flugrouten über Liesing, insbesondere warum sich dort
ausschließlich Flugzeuge mit blauen Bauch tummeln. Dabei
zeigte
sich, dass die Betroffenen nicht verstehen warum bei Windstille oder
Ostwind über sie geflogen wird. Auch die Landeanflüge
waren
ein wesentliches Thema.
Auf
Grund dieser
Tatsachen und auf
Grund dessen, dass die AUA nicht mehr im österreichisches
Eigentum
steht, sind die Betroffenen der Meinung, dass die Flugrouten neu
festzulegen sind. Wir verstehen darunter die klare Botschaft der
Betroffenen an die Politik, endlich aktiv zu werden und werden
versuchen das zu unterstützen.
03.09.2009 AUA Verkauf entzieht den
Flugrouten über Liesing die Grundlage
5 Jahre
gesundheitsschädlicher
Fluglärmterror über Liesing sind genug! Presseaussendung der BI Liesing gegen
Fluglärm
Die
überfallsartige Verlegung der Abflugroute von Brunn/Gebirge
nach
Liesing, die zu zigtausenden neuen vom täglichen
Fluglärmterror Betroffenen geführt hat, wurde immer
mit der
Förderung der damals noch österreichischen Fluglinie
AUA
begründet. Seit kurzem ist die AUA ein Teil des deutschen
Lufthansa Konzerns, daher ist spätestens jetzt der Zeitpunkt
gekommen, diese und die anderen seit 2004 nach Liesing verlegten
Flugrouten einzustellen.
Alternativen zu den demokratiepolitisch bedenklichen und
volkswirtschaftlich unsinnigen Flugrouten über Liesing gibt es
genug.
Denn die Startrouten über dem dicht besiedelten 23. Bezirk
im Süden Wiens führen zu Flughäfen im
Nordwesten. Zu
diesen kann beispielsweise auch von der zweiten Piste (16/34) gestartet
werden, die ja zur Entlastung Wiens mit Steuermitteln gebaut wurde. Die
entsprechenden Flugrouten verlaufen über Felder, die weit
außerhalb Wiens liegen, womit um
Größenordnungen
weniger Menschen vom Fluglärm betroffen sind, als im dicht
besiedelten Liesing und den angrenzenden
niederösterreichischen
Gemeinden.
Auch Landungen über Liesing widersprechen dem Sinn der
Luftverkehrsregeln und erfolgen ohne technische Notwendigkeit.
Die dauernde
Belästigung durch
Flugverkehr ist sogar laut einer
groß angelegten Studie des deutschen Bundesumweltamts
gesundheitsschädlich.
Daher bedeuten weniger
Betroffene eine
deutliche Einsparung von Gesundheitskosten, die ja sonst von der
Allgemeinheit zu zahlen sind. Auch eine angemessene
Entschädigung
der Fluglärmopfer, wie es sie in anderen Ländern
bereits
gibt, wäre für weniger Menschen leichter finanzierbar.
Gefälligkeiten für die Fluglinien dürfen
nicht
länger zu unnötig vielen vom Fluglärm
Betroffenen
führen. Ein
Geschäftsmodell, in dem eine geringfügige
Förderung des Flugverkehrs zu unzumutbaren Belastungen von
100.000en Dritten sowie des Steuerzahlers führt, ist, selbst
wenn
politisch verordnet, unmoralisch.
Zur
Presseaussendung passende Videos dokumentieren den
täglichen Wahnsinn:
Der tägliche
AUA-Mittagsangriff
Fluglärm-Tagwache Sonntag
früh in Liesing (so hört sich der Frühling
in Liesing seit 2004 an)
30.08.2009 Trotz Alternativen - 86%
aller
Starts Richtung Nordwesten über das dicht besiedelte Liesing
Davon,
dass dort geflogen werden soll, wo möglichst wenig Menschen
vom
Fluglärm betroffen sind, ist in Liesing seit 2004 bekanntlich
nichts mehr zu bemerken.
Das Umweltdesaster, für welches die Flughafenpolitik der
letzten
Jahre verantwortlich ist, wird aber erst an Hand der Flugspuren so
richtig transparent. So gingen beispielsweise am Mittwoch,
den
26. August 54 Starts = 86% Prozent aller Starts Richtung
Nordwesten längs über die Mitte des 23. Bezirk,
während
nur 9 Starts = 14% über die Flugrouten geführt
wurden, bei
der um Größenordnungen weniger Menschen betroffen
sind.

Möglicherweise kostet die umweltschonendere Variante
pro Passagier bis zu einem Euro mehr (pro Flug rund 100€)
- ein Betrag der eigentlich keine große Rolle
spielen sollte.
Offensichtlich sind aber den verantwortlichen Politiker bis
zu
5000 € pro Tag zur Förderung
des defizitären Flugverkehrs (AUA, Skylink...) viel wichtiger,
als
die Lebensqualität und Gesundheit von 100.000 Menschen in
Liesing,
Perchtoldsdorf und Breitenfurt. Fragt sich nur, warum das so ist
und was das mit christlich, sozial oder demokratisch zu tun haben soll?
Denn bei dem riesigen städtischen Wohngebiet, welches
überflogen wird, ist davon auszugehen,
dass Gesundheitskosten, Grundentwertung und
ungenügende
Erholung reduzierte Leistungsfähigkeit der Bewohner die
Einsparungen um ein
Vielfaches übersteigt und damit ein riesiges
volkswirtschaftliches
Verlustgeschäft darstellt... Diskussion
25.08.2009 Monatliches Treffen der
BI-Liesing
Bei
dem sehr konstruktiven Treffen wurde die aktuelle Situation besprochen
und die weitere Vorgangsweise koordiniert. Die nächste
Infoveranstaltung unter dem Motto "5
Jahre Fluglärmterror über Liesing sind genug!"
ist für Samstag, den 12. September beim Merkur in der
Breitenfurter Strasse geplant.
24.08.2009
Weitere Lärmmessstation
Online die den tatsächlich wahrgenommenen Fluglärm
misst
Am Maurer
Berg ist seit 24.8.2009,
19:55 eine weitere, Lärmmessung welche dB(C) Werte
ermittelt online. Zum
Unterschied zur ebenfalls
verfügbaren Messung
nach dB(A)
werden dabei tieffrequente Störgeräusche wie
Fluglärm
nur so weit weg gefiltert, wie es dem menschlichen
Hörempfinden bei
80 Dezibel entspricht. Damit ist die Überlagerung mit der bereits
länger
existierenden, davon
unabhängigen Lärmmessstation am Maurer Berg nach dB(C)möglich.
Zeitgleiches Auftreten von Lärmspitzen, zeigt, dass
es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Fluglärm handelt.
Die
anderen Lärmmessstationen werden in den
nächsten Wochen
um
die Doppelmessung ergänzt, so dass dann alle Stationen der
BI-Liesing online Messwerte nach dB(A) = zum
Vergleich mit
dem Flughafen und dB(C) = tatsächlicher
Fluglärm zur Verfügung stellen.
18.08.2009
Buchtipp - Stefan
Slupetzky
"Lemmings Zorn" Lemmings
vierter Fall (Rowohlt Verlag)
In
dem spannend und witzig
geschriebenen Krimi
dreht sich alles um das Thema Lärm. Die fiktiven aber
realistischen Geschichten aus Wien schildern eindrucksvoll die
dramatischen Konsequenzen permanter
Lärmbelästigung. Gesetze und die Politik
welche jene
"Ratten" schützt, die daran verdienen, dass sie das Leben der
anderen zerstören, kommen ebenso wenig zu kurz, wie die
letzlich
früher oder später meist tödlichen
Auswirkungen auf die
Gesundheit.
Auch wenn Fluglärm in dem Buch nicht das Hauptthema ist,
wird doch auf die unhaltbare Situation unter den
Einflugsschneisen am Laaerberg und im Norden Wiens
eingegangen. Eindrucksvoll wird auch beschreiben, wie die zahlreichen
Proteste und Bürgerinitiativen, die sich
dagegen wehren, geschickt ignoriert werden. So ist hier von den
üblichen Finten des höheren Managements die Rede:
moderne
Inszenierungen der eigenen Leutseligkeit verschleiert mit todschicken
Namen wie Mediationsverfahren oder Dialogforum,
wo
man den
Betroffenen erklärt, dass sie den Lärm eben
lieben müssen.
Auch davon dass von der Flughafenpolitik kleinere Gruppen gegen
größere ausgespielt werden und von der Argumentation
mit der
Angst um den Arbeitsplatz ist die Rede ( "Arbeitsplatzkeule").
Interessant ist auch die im Buch beschriebene Kur, bei der diejenigen,
welche für den Lärm verantwortlich sind,
einmal in
einem hotelartigen Ambiente eine Woche lang genau diesem Lärm
ausgesetzt werden. Auch wenn dieser Ansatz ein rein fiktiver ist,
beschreibt er doch recht gut, dass diejenigen welche das
Lärmproblem der anderen notorisch verharmlosen, den
Lärm
selbst auch nicht wollen.
Dass hier von den verantwortlichen Politikern anderen etwas
zugemutet wird, was diese selbst nicht haben möchten, belegt
auch
die letzte Stadtkonferenz. In dieser hat jener
Gemeinderat
Valentin, der in einer seiner Presseaussendungen
erst kürzlich behauptet hat, dass sich auch die
Lärmbelastung durch Fluglärm für die
Anrainerinnen und
Anrainer in Grenzen hält
sofort damit
gedroht, die
Stadtkonferenz abzubrechen, nachdem einer der
Anrainer begonnen
hat, seinen täglichen Fluglärm
wiederzugeben. Und das,
obwohl dabei nicht einmal die
Originallautstärke
erreicht wurde und keiner der anwesenden
"übersensibiliserten Fluglärmbetroffenen" (Zitat
Valentin)
sich über die Wiedergabe beschwert hat.
Diskussion
17.08.2009
Sky-Europe
Schulden, AUA Verluste und Skylink Kostenexplosion demonstrieren
eindrucksvoll das Scheitern der Flughafenexpansion um jeden Preis
Das
Rezept hinter der medial
vermarkteten "Erfolgsstory Flughafen
Wien" war offensichtlich nicht auf nachhaltige Wachstum sondern auf
Expansion um jeden Preis ausgelegt. Dass die AUA dem Flughafen nicht
das nötige Wachstum bringt, war spätestens seit
Verkündung des Plan B (wie Billigflieger) bekannt. Mit dem
Sky-Europe Desaster scheint auch dieser Plan gescheitert, der nebenbei
auch
noch die Verluste der AUA zumindest
maßgelblich erhöht
und durch
die dafür erforderlichen Umbauten die Kosten
des Sky-Links von 280 Mio. auf etwa 1 Milliarde €
explodieren
hat lassen.
Unterm Strich bleiben nicht nur enorme Kosten
für die AUA sondern auch massive
Gewinnverkürzungen für die
am Flughafen beteiligten Länder Wien und
Niederösterreich. Da
sind die vermutlich uneinbringbaren Schulden der Sky-Europe beim
Flughafen über 4 Mio Euro und bei der Austro Control von
800.000
Mio Euro nur das Tüpfelchen auf dem i.
Neben dem Finanzdesaster gibt es aber auch ein Umweltdesaster. So wurde
im
Wachstumsrausch u.a. auch beschlossen, ab 2004 bzw. 2006 auch
über das
dicht besiedelte Liesing zu starten bzw. zu landen
- angeblichen
aus Kapazitätsgründen - vermutlich aber um
Tatsachen für eine 3. Piste Richtung Wien zu
schaffen. Dass
es äusserst unwahrscheinlich ist, dass Wien je eine 3.
Piste benötigt, ist ein Grund mehr, die Flugrouten
über
Liesing endlich wieder einzustellen und zu einem nachhaltigen Betrieb
zurückzukehren.
17.08.2009
Weitere UVP zur 3. Piste
voraussichtlich auf 2010 verschoben
Laut einem Rundbrief des Dialogforums rechnet
der Flughafen mittlerweile damit, dass die nächsten
Schritte der UVP
für die 3. Piste (Erstellung
der Umweltverträglichkeitsgutachtens durch die
Behörde) erst
2010 stattfinden. Offizielle Begründung für die
Fristversäumnis gibt es keine, weshalb der Jurist der AFLG
einen Antrag
auf Übergabe an die nächsthöhere Instanz
gestellt hat. Inoffiziell wird von notwendigen Ergänzungen auf
Grund der geänderten Verkehrslage durch die FWAG berichtet.
Vielleicht machen aber auch die zahlreichen
Einwände unserer
und
anderer BIs bei
der Erstellung des Umweltverträglichkeitsgutachten
Schwierigkeiten, denn nimmt man diese ernst, müsste daraus ein
Umweltunverträglichkeitsgutachten
werden. Eine viel banalere Erklärung für die
Verzögerungen ist, dass man das bei der Wiener
Bevölkerung höchst unbeliebte Projekt erst nach den
Wiener
Gemeinderatswahlen 2010 diskutieren möchte.
13.08.2009
Lärmmessung und
Flugspuren verdeutlichen die unnötige Störung
der
Nachtruhe
durch die Nachtflugroute SNU2C
Wie
aus der unten stehenden Zusammenstellung
erkennbar ist, wird bei der Nachtflugroute SNU mitten im lauten
Steigflug auf dicht besiedeltes Gebiet geschwenkt, womit die
Nachtruhe von Zigtausend Betroffenen regelmäßig
gestört
wird - etwas was wohl mit einer ernsthaften Interpretation der
Luftverkehrsregeln kaum vereinbar sein dürfte. 
Vor allem kleinere
Kinder, die um diese Zeit schlafen gehen sollten, sind davon betroffen.
Da es hier keine technische oder sonstige nachvollziehbare
Notwendigkeit dafür gibt, kann man
das nur Schildbürgerstreich 1. Ranges
bezeichnen.
Auffällig ist, dass hier das
immer wieder als
Begründung für die Zustimmung Wiens zur neuen
Flugroute
über Liesing genannte Nachtflugverbot damit nicht eingehalten
wird. Das fällt aber
ebenso wie
die umfangreichen Proteste aus Liesing
über die Flugroutenverlegungen seit 2004 bisher weitgehend der
Realitätsverweigerung zum Opfer.
09.08.2009 Evaluierungsbericht
2008 des Vereins Dialogforum Flughafen Wien und der Unterschied
zwischen Propagandaaussagen und Realität
Da
Anfragen an die
verantwortlichen Politiker mit
der Bitte um Stellungsnahme - wenn überhaupt - meist mit dem
Hinweis auf das Dialogforum und dessen Evaluierungen beantwortet
werden, scheint es naheliegend, sich diese als
Fluglärmbetroffener
anzusehen.
Was dabei auffällt ist, dass sich das Dialogforum in den
graphisch
sehr aufwendig gestalteten Dokumenten wieder einmal selbst auf die
Schulter klopft.
Unter anderen wird in der Kurzfassung des Evaluierungsberichts
behauptet, dass sich das Dialogforum für Maßnahmen
gegen die
negativen Auswirkungen des Flugverkehrs auf Menschen, Region und Umwelt
einsetzt . Dazu wird der folgende Punkt als Beispiel angeführt:
-
die Weiterentwicklung
der An- und
Abflugrouten – Flugzeuge werden bei Starts und Landungen
unter
Berücksichtigung von Regeln, die im Mediationsvertrag
festgeschrieben sind, über möglichst wenig
besiedeltes Gebiet
geführt.
Wenn man diesen auch vom Vorgänger des Dialogforums
proklamierten
Ansatz, dass Flugrouten über möglichst wenig
besiedeltes
Gebiet geführt werden sollten, dort ernst nehmen
würde,
stellt sich die Frage, warum dann 2004 Flugrouten
überfallsartig
von Niederösterreich nach Liesing gelegt wurden? Oder ist
Liesing
trotz 90.000 Einwohner in der Wahrnehmung des Dialogforums ein wenig
besiedeltes Gebiet? Und warum wurden die Flugrouten über
Liesing
trotz der objektiv nachweisbaren Lärmbelästigung -
die es
laut Aussagen von Wiener Stadtpolitikern gar nicht geben
dürfte -
und trotz
des unangefochtenen Spitzenplatzes in der Beschwerdenstatistik der
Evaluierungberichte nicht schon längst
zurückgenommen? Warum
wurden 2006 in genau jenem Dialogforum auch noch Landerouten
beschlossen, die Liesing zusätzlich belasten?
Nachdem
in Bezug auf die
Fluglärmproblematik nicht nur in Liesing sondern auch in
anderen
Teilen Wiens und Niederösterreichs gegenüber der
Situation
2003 eine massive Verschlimmbesserungen festzustellen ist,
entsteht jedenfalls der Eindruck, dass der eigentliche Zweck des
Dialogforums und seines Vorgängers Mediationsverfahren die
Durchsetzung der Interessen des Flughafens in Hinblick auf eine 3.
Piste und die Verschleierung der
Verantwortlichkeiten für die Umweltbelastung sein
dürfte.
Zusätzlich stellt sich im Zusammenhang mit dem enormen
volkswirtschaftlichen Schaden durch die Gesundheitsbelastung von immer
mehr Menschen durch Fluglärm die Frage, ob es gerechtfertigt
ist,
dann über die Beteiligung der Bundesländer an der
FWAG auch
noch öffentliches Geld für "Propagandainstrumente"
auszugeben, welche die Probleme, die sie vorgeben zu lösen, zu
weiten Teilen erst verursacht haben. Diskussion zu Thema im Forum
09.08.2009 Wie
der Flughafen Wien mit
seinen
Messungen das Fluglärmproblem verniedlicht
Der
dröhnenden Fluglärm, dem die
Liesinger täglich ausgesetzt sind, erscheint in
den dem neuesten Evaluierungsbericht des Dialogforums
wie
auch in den Zusammenfassungen über
die
mobilen Lärmmessergebnisse am Maurer Berg im Juli 2008
relativ harmlos.
Hauptgrund dafür ist, dass die zu Grunde liegenden Messungen
des
Flughafens auf der Messung nach dB(A) beruhen. Durch den sogenannten
A-Filter geht aber der tieffrequente Lärm weitgehend verloren.
Aber auch der verbleibende Fluglärm wird weiteren
Einschränkungen unterworfen. So
zählt Fluglärm nur
als solcher, wenn er dann
noch laut genug erscheint und
wenn er nicht durch Fremdgeräusche verfälscht sein
könnte, was zu
Erfassungsquoten von nur etwa 50% führt. Dazu kommt dann noch,
dass internationale Überflüge - egal in welcher
Lautstärke - ebenfalls nicht berücksichtigt werden.
Die graphische Veranschaulichung kann auf Grund der
öffentlichen
Verfügbarkeit der Rohdaten der Lärmmessung des
Flughafen nur eine grobe Abschätzung sein,
verdeutlicht aber
das Prinzip der selektiven Lärmmessung.
Zusätzlich findet man auch keine Werte für die
einzelnen Tage
sondern nur Mittelwerte über den Messzeitraum von mindestens 3
Wochen. Das bedeutet, dass
beispielsweise Fluglärmhorrorwochenenden durch weniger
Flüge unter der
Woche
"kompensiert" werden können. Selbst
wenn das alles
vorschriftenkonform sein sollte, ist es sicher nur für eines
geeignet - ein gesundheitsgefährdendes Problem zu verharmlosen.
09.08.2009
Verkürzte
Zusammenfassung des Diskussionspunkts "richtige Messung von
Fluglärm" bei der Stadtkonferenz durch das Dialogforum ist
irreführend
Im
monatlichen Rundbrief des Dialogforums Nr. 06/2009
findet sich zu dem von umfangreichen Diskussion begleiten
Vortrag des Experten der Gemeinde Wien bei der Stadtkonferenz vom 05.
Juni 2009 nur der folgende Satz:
Seitens
der Experten der
Stadt Wien wurde herausgearbeitet, dass die von der
Weltgesundheitsorganisation WHO geforderten Grenzwerte im Bereich des
Wiener Stadtgebiets nicht überschritten werden.
Diese verkürzte
Darstellung vermittelt nicht nur
ein falsches Bild über Vortrag und Diskussion sondern
ist auch fachlich unsinnig. So wurde bei der Stadtkonferenz bereits im
Ansatz darauf verwiesen, dass die WHO
die Lärmmessung nach dB(A) für tieffrequentem
Lärm für ungeeignet hält
und dafür Messungen nach dB(C) fordert,
was wohl auch für das tiefrequente Dröhnen von
Flugzeugen gelten sollte. Weiters war man sich einig, dass die Messungen nach dB(A) die
Betroffenheit durch Fluglärm nicht richtig wiedergeben
(können), wie
z.B.
Vergleichsstudien mit dem Straßenverkehr zeigen.
Daher wurde auch bei der Stadtkonferenz seitens der Gemeinde
Wien Diskussionsbereitschaft über die
adäquate Lärmmessung von Fluglärm im Sinne
einer weiteren fachlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema
signalisiert.
23.07.2009
Infoveranstaltung U6 Bereich Endstelle
Siebenhirten unter
dem Motto "5 Jahre
Fluglärmterror über Liesing sind genug!"
Auch
bei Infoveranstaltung in
Siebenhirten war
trotz des bisher heissesten Tags im Jahr reges Interesse betreffend der
Fluglärmproblematik zu vermerken. Unverständnis warum
ausgerechnet über dichtest besiedeltes Gebiet geflogen wurde
und
generelle Bedenken wegen der Luftverschmutzung durch den Flugverkehr
(krebserregender Feinstaub..) waren weitere Themen.
01.07.2009
Infoveranstaltung
U6
Erlaaerstraße unter dem Motto "5 Jahre
Fluglärmterror über Liesing sind genug!"
Es war interessant festzustellen, dass
sich die
gleichen Fragen
gestellt wurden wie bei der Veranstaltung am 13.6.
Hauptsächlich
ging es darum, warum überhaupt dicht besiedelte Gebiete
überflogen werden (müssen), wer das Desaster AUA und
Skylink
bezahlen wird und wie es aussehen wird wenn die 3. Piste kommt.
Auch hier mußten wir feststellen, dass die Betroffenen nicht
einsehen warum sie einer Belastung aufgrund künstlichen
Wachstums
hilflos ausgesetzt sind. Weiters wird offensichtlich davon ausgegangen,
dass das wirtschaftliche Problem Skylink und AUA dem Steuerzahler
überfrachtet werden wird.
Diesmal hat uns auch die Polizei besucht um festzustellen das die
Bedingungen der Veranstaltungsanmeldung eingehalten werden. Man hat uns
in äußerst entspannter Weise gute Gespräche
gewünscht. Wir haben uns über diesen freundlichen
Besuch sehr
gefreut und wollen uns auf diesem Wege nochmals bei Freund und Helfer
bedanken.
Wien Konkret-Artikel zur
Infoveranstaltung
Frühere News finden sich in der Chronik